Batman

Niemandsland 4


Band 4
von Chuck Dixon, Greg Rucka, Larry Hama, John Ostrander, Dan Jurgens, Rick Burchett, Jim Balent, Scott McDaniel (Illustration)
Rezension von Gabriel Zupcan | 14. Mai 2018

Niemandsland 4

Batman hat Befehle ausgegeben. Jedes Mitglied seines Teams hat eine bestimmte Aufgabe zu lösen. Nightwing trifft eine der härtesten: Er soll das Hochsicherheitsgefängnis Blackgate von der Herrschaft eines gefährlichen Irren befreien. Batman selbst geht zusammen mit Robin dem Geheimnis des Robinson-Parks nach. Und auch Catwoman ist gefordert, doch die clevere Diebin verfolgt wie immer auch ihre eigenen Ziele.

Das Niemandsland geht in die vierte Runde und wieder liegt ein umfangreicher Band vor. Das gute erste Drittel davon wird von Nightwings Queste eingenommen. Batman schickt ihn auf die Insel Blackgate, wo im schwer beschädigten Hochsicherheitsgefängnis diverse Verbrecher, die Batman dingfest gemacht hat, eingesperrt sind. Über diese düstere Festung herrscht Lock-Up, ein durchgedrehter Gefängniswärter. Ihm zur Seite steht das mächtige KGBeast, ein echter Gulag-Experte. Das amerikanisch-russische Albtraum-Team in Sachen autoritäre Lagerführung wurde bislang von Batman als nützlich geduldet, doch mit mehr Insassen wächst auch ihre Macht und die Herren sind nicht vertrauenswürdig. Dick Grayson schleicht sich mit einem Plan nach Blackgate ein, doch als er Undercover einen Platz als Häftling übernehmen will, geht alles gründlich schief und Dick muss massiv improvisieren, als er von einer Überzahl von Feinden umgeben ist.
Batman selbst geht der geheimnisvollen Herkunft von Früchten und Gemüse nach, die es in Gotham derzeit nicht geben sollte. Die Spur führt ihn, was schon lange überfällig ist, in den Robinson-Park. Was dort zu Beginn des Niemandslandes geschehen ist, erfahren wir durch eine Rückblende: Clayface nahm Poison Ivy gefangen und zwingt sie nun, für ihn Früchte wachsen zu lassen, die er als begehrte Handelsware and den Pinguin verkauft. Clayface gehört zu den physisch mächtigsten Gegnern von Batman und um ihn auszuschalten könnten Batman und Robin alleine nicht ausreichend sein. Doch kann man Poison Ivy als Verbünde gewinnen? Zudem gibt es da noch etwas im Park, wonach Batman sucht, und das wichtig für seine weiteren Pläne ist. Das führt als Überleitung zur nächsten Geschichte.

In dieser heuert Batman Catwoman an, die für ihn einige wichtige Datenträger aus New York stehlen soll. All das geht nicht ohne das übliche Hick-Hack ab, doch Bruce gelingt es auf sehr überraschende Weise Catwoman dazu zu bringen, die Mission anzunehmen. Was folgt ist eine spannende Heist, denn die gesuchten Daten werden in einem sehr gut gesicherten Wolkenkratzer von einer Elitetruppe von Söldnern bewacht. Catwoman rekrutiert sich einige Gothamer Schergen als Verstärkung und ersinnt einen Plan der – wie üblich – auf zahlreichen Twists beruht. Doch sie ist nicht die einzige die falsch spielt und es gibt noch andere interessierte Parteien. Eine davon schickt eine überaus große und muskulöse Frau mit langem blonden Zopf aus. Das Endspiel um das Niemandsland hat begonnen.

Abgeschlossen wird der Band mit Batmans Konfrontation mit Mr. Freeze. Dieser wurde zunächst von Superman in seine Schranken gewiesen, doch als dieser das Niemandsland verließ, konnte Freeze die Kontrolle über das Kraftwerk übernehmen. Eine riesige Burg aus Eis ruht nun dort, doch der dunkle Ritter ist bereit den eisigen Tyrannen zu stürzen.

Der vierte Band von „Niemandsland“ setzt die Serie großartig fort. Die Aufgaben denen sich die Helden stellen müssen, fühlen sich wie Questen bei der Erfüllung des einen epischen Ziels – der Befreiung von Gotham – an. Der oftmals grimme Ton der Serie wird durch die Protagonisten Nightwing und Catwoman aufgelockert. Diese bringen etwas augenzwinkerndes Draufgängertum, das als Kotrast zu Batmans Professionalität dient. Die Handlungsstränge die bislang aufgebaut wurden, sind nicht vergessen. Der Konflikt innerhalb der GCPD tritt offen hervor und Huntress, die als Batgirl abgesetzt wurde, hat auch noch vor eine Rolle zu spielen. Die unheilvolle Allianz von Jim Gordon mit Two-Face ist ebenfalls noch nicht vom Tisch. Da große Teile der Handlung in den Serien „Nightwing“ und „Catwoman“ erschienen sind, gibt es einige Einschübe, die für Verwirrung sorgen könnten, da deren Handlung nichts mit dem Niemandsland zu tun hat. Zudem läuft die Handlung nicht ganz in chronologischer Reihenfolge ab. Das ist eines der Probleme das durch das Erscheinen in Form von Tie-Ins in verschiedenen Serien bedingt ist. Dem Lesegenuss tut das dennoch keinen Abbruch. Die Passagen einfach zu entfernen wäre sicherlich die schlechtere Lösung gewesen und hätte für mehr Verwirrung gesorgt.

Große Showdowns, eine Bandbreite von bis in die Nebenrollen spannenden Charakteren und unerwartete Wendungen. Das „Niemandsland“ fährt alle Register auf und beinhaltet einige der denkwürdigsten Geschichten und Momente rund um Batman und sein Team. Einfach genia,l was den Autoren und Zeichnern bei DC hiermit gelungen ist.

Details

Bewertung

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