War of Kings

War of Kings 3

von Dan Abnett
Rezension von Stefan Cernohuby | 06. August 2010

War of Kings 3

Ein altes Sprichwort sagt, dass es für den Bauern nicht gut aussieht, wenn Könige einen Streit beginnen. Diese Weisheit ist im übertragenen Sinn auch auf eine neue Mini-Serie im Marvel-Universum anwendbar. Denn im dritten Teil von "War of Kings" wollen die Inhumans nichts geringeres, als das gesamte bekannte Universum auf genetischer Ebene zu verändern. Ob dies die richtige Methode ist, um für eine friedliche Koexistenz zu sorgen?

Die Gefangenschaft bei den Skrull hat Black Bolt, den König der Inhumans, für immer verändert. Während er früher immer auf eine zurückhaltende Politik und kein allzu aggressives Verhalten gegenüber potenziellen Feinden an den Tag gelegt hat, ist dies nun völlig anders. Mit Hilfe der T-Bombe möchte er alle Ungleichheiten im Universum beseitigen und die genetischen Spezifikationen jedes Individuums aufwerten – egal ob mit oder gegen deren Willen. Kaiser Vulcan ist von diesen Plänen ebenfalls nicht begeistert und hat nichts geringeres vor, als Black Bolt persönlich zu massakrieren. Eine wichtige Rolle in den Unruhen, in denen unter anderem Liandra, die Herrscherin der Shi’ar getötet wird, spielen die Raptoren. Bei ihnen handelt es sich um Kämpfer in mächtigen Rüstungen, die sich je nach Bedarf transferieren lassen. Doch tatsächlich sind die Rüstungen Parasiten, die einen lebenden Wirt benötigen, um zu existieren. Einer von ihnen ist Chris Powell, besser bekannt als Darkhawk. Doch dieser ist niemand, der sich so einfach in die Knie zwingen lässt – besonders nachdem ihn ein Skrull motiviert...

Wieder einmal ist Dan Abnett in die Entwicklung einer Marvel-Erzählung involviert. Allerdings wird der aktuelle Band ein wenig kompliziert. Eine neue Partei greift in die intergalaktische Politik ein und versucht, das Chaos des Krieges für die eigenen Zwecke zu nutzen. Und gerade jene Partei wird ein wenig unglaubwürdig. Obwohl die Ausarbeitung, die Hintergründe und vor allem die sogenannte „Nullquelle“ sehr stimmungsvoll sind, kommt man nicht umhin sich zu fragen, wieso eine dermaßen alte und mächtige Gruppierung bisher noch nie auf den Plan getreten ist? Abgesehen davon handeln die Charaktere so wie sie es müssen. Vulcan ist ein getriebener, der das Universum lieber brennen sehen würde, als es jemand anderem zu überlassen und die Inhumans müssen sich der großen Verantwortung stellen, die sie dadurch übernommen haben, sich über die Herrscher von anderen aufzuschwingen. Insgesamt ist der Band aufgrund der sehr guten Illustrationen solide, aber keineswegs so gelungen, wie die Serie ursprünglich begonnen hat. Fans können trotzdem zugreifen.

Der dritte Teil der Reihe „War of Kings“ lässt den Kampf zwischen mächtigen Imperien zu Ende gehen. Doch obwohl Dan Abnett mit Hand angelegt hat, kann das vorliegende Werk nicht völlig überzeugen. Es bringt die Geschichte jedoch zu einem Ende und kann aufgrund solider Illustrationen als gelungen bezeichnet werden. Wer die beiden Vorgänger gelesen hat, tätigt hier bestimmt keinen Fehlkauf.

Details

  • Autor/-in:
  • Serie:
  • Band:
    3
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    05/2010
  • Umfang:
    164 Seiten
  • Typ:
    Taschenbuch
  • EAN:
    419795931695862
  • Preis:
    16,95 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gewalt:
  • Gefühl:
  • Erotik:
    Keine Bewertung
  • Illustration:
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