Ultimatum

Ultimatum 4

von Brian Michael Bendis
Rezension von Stefan Cernohuby | 23. Februar 2010

Ultimatum 4

Gibt es ein Ende nach dem Ende? Eigentlich nicht. Aber bei jedem Ende gibt es in jedem Fall offene Erzählstränge. Begebenheiten, zu denen man keine Hintergründe kennt. Somit ist es durchaus legitim, diese in weiteren Bänden zu erzählen, zumindest im Fall des "Ultimate Universe", das aktuell mit der Reihe "Ultimatum" zu Ende geht. Dennoch ist der letzte Band ein kleines bisschen verwunderlich...

Zahlreiche Helden und Schurken sind in den ersten drei Bänden der Reihe gleichermaßen grausam ums Leben gekommen. Doch wie konnte es zu gewissen Begegnungen überhaupt kommen? Wieso hat Ben Grimm Dr. Dooms Schädel zermatscht? Wieso war J. Jonah Jameson immer dabei Spider-Man zu diskreditieren und erst nach seinem Tod dazu bereit, seine Taten anzuerkennen? Diese und viele weitere vergangene Taten werden aufgearbeitet und mit einem großen Begräbnis fortgesetzt. Denn so viele Tote, wie es gegeben hat, müssen selbige auch begraben werden. Leider ist es im ultimativen Universum nicht einmal möglich, in Ruhe ein Begräbnis zu zelebrieren, ohne dass ungebetene Gäste auftauchen.

Das „Ultimate Universe“ ist tot, es lebe das „Ultimate Universe“! So könnte man den letzten Band von „Ultimatum“ betiteln. Es findet eine Retrospektive statt, der Leser taucht noch einmal in die Welt ein und kann sich dann von ihr verabschieden. Trotzdem halten sich die Autoren, wie zum Beispiel Brian Michael Bendis, alle Möglichkeiten offen. Phoenix hat schon einmal mit ihrer Kraft Tote zum Leben erweckt. Und auch hier wird angedeutet, dass sie diese Fähigkeiten möglicherweise noch besitzen könnte. Genauso wird Spider-Mans Tod, der im vorherigen Band eigentlich als Fakt hingenommen wurde, durch ein letztes Bild ebenfalls relativiert. Insofern kann man als Leser vermutlich feststellen, dass es mit besagtem Universum vermutlich fürs erste vorbei ist. Sollten sich Autoren und Verlag noch einmal etwas davon versprechen, wird die Welt sicherlich reaktiviert. Bis dahin heißt es allerdings Geduld zu haben. Den aktuellen Band zu kaufen ist allerdings Pflicht, ansonsten ist die ganze Angelegenheit nicht rund und nicht abgeschlossen.

Das Ende des „Ultimate Universe“ sollte es werden. „Ultimatum“ hat diese Ankündigung bisher soweit erfüllt. Brian Michael Bendis und seine Kollegen haben mit dem letzten Band noch einmal einen Rückblick ermöglicht und gleichzeitig die geringe Möglichkeit offen gehalten, später einmal in diese Welt zurückzukehren. Für alle Stammleser des „Ultimate Universe“ ist dieser Comic daher ein Pflichtkauf.

Details

  • Serie:
  • Band:
    4
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    02/2010
  • Umfang:
    132 Seiten
  • Typ:
    Taschenbuch
  • EAN:
    419162031295904
  • Preis:
    14,95 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gewalt:
  • Gefühl:
  • Erotik:
    Keine Bewertung
  • Illustration:
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