Ultimatum

Ultimatum

von Jeph Loeb, David Finch (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 01. September 2009

Ultimatum

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. Und Paralleluniversen, denn diese können schließlich beliebig oft und in beliebiger Vielfalt untergehen. So ist es keineswegs verwunderlich, dass auch für das in Fankreisen beliebte "Ultimates"-Universum im Angebot der Marvel-Comicwelten seinem Ende zugeht. Das jedenfalls steht auf dem Einband des neuesten Werks "Ultimatum" als Untertitel.

Alles sieht eigentlich relativ ruhig und entspannt aus. Thor flirtet mit seiner Angebeteten, Peter Parker will ins Kino, Ben Grimm von den Fantastischen 4 stemmt ein paar Gewichte. Doch plötzlich bricht eine Flutwelle über allem herein und Millionen sterben in New York, darunter auch zahlreiche Helden. Da bricht das Chaos los. Reed Richards beschuldigt Namor, Thor begibt sich ins Reich der Toten, Captain America scheint zu sterben und selbst der Hulk kann Spider-Man nur ein kleines bisschen helfen. Doch der Bösewicht scheint Magneto zu sein, der diesmal nicht davor zurückschreckt, seinen alten Freund Charles Xavier ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen.
Die zweite enthaltene Geschichte setzt direkt nach den Ereignissen der Flutwelle an. Nachdem Susan Storm die Flutwelle zurückgedrängt hat, fällt sie in ein Koma, in dem ihre Kräfte völlig verrückt spielen. Es gibt nicht viele, die ihr helfen können. Reed ist verschwunden, ihr Vater vermutlich tot und Johnny verschollen. Also bleibt Ben Grimm nur eine Chance, er muss den verrückten Wissenschaftler Dr. Mole - häufiger auch Mole Man genannt - finden. Mit ihm geht er auf eine Reise ins Innere von Susan und macht dort eine schreckliche Entdeckung...

Alles in Allem scheint das Universum noch nicht unmittelbar vom Untergang bedroht zu sein, aber ein Ultimatum ist schließlich kein Countdown, den man deutlich nach unten zählen lässt. Trotzdem wird schon jetzt klar, dass kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Zahlreiche wichtige Charaktere sind definitiv und unwiderruflich tot. Das Schicksal von anderen ist noch unklar. Mehrere unterschiedliche Handlungsstränge werden vorangetrieben. Da hier erst der erste von insgesamt vier Ultimaten vorliegt, kann man noch nicht viel über das zerstörerische und apokalyptische Gesamtbild sagen, aber Jeph Loeb und David Finch haben das ihre getan, um ein neues (und vermutlich letztes) Kapitel des ultimativen Universums einzuleiten. Die Abenteuer sind gut gezeichnet, spannend und deuten bereits zahlreiche Dramen an, die vermutlich in den nächsten Bänden erst so richtig reifen werden. Aus diesen Gründen kann man den ersten Band von „Ultimatum“ allen Fans der „Ultimates“ empfehlen. Für Quereinsteiger ist der Comic allerdings nicht wirklich zu empfehlen.

„Ultimatum“ ist der erste Band einer vierteiligen Reihe, die dem ultimativen Marvel-Universum möglicherweise ein Ende bereiten wird. Jeph Loeb und David Finch haben einen guten Beitrag dazu geleistet, dass die Welt stilvoll untergeht, wenn sie es schon tut. Alle Fans der „Ultimates“ sollten daher unbedingt zugreifen.

Details

  • Serie:
  • Band:
    1
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    08/2009
  • Umfang:
    100 Seiten
  • Typ:
    Taschenbuch
  • GTIN:
    4191620312959
  • Preis:
    12,95 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gewalt:
  • Gefühl:
  • Erotik:
    Keine Bewertung
  • Illustration:
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