Wonder Woman - Göttin des Krieges

Auferstehung

von Meredith Finch, David Finch (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 28. Dezember 2016

Auferstehung

Eine Göttin des Krieges ist eines ganz bestimmt nicht: eine Babysitterin. Allerdings ist Wonder Woman in der aktuellen DC-Storyline nicht nur Amazone, sondern auch die Nachfolgerin von Ares. Dabei wird sie in Intrigen mit epochalen Ausmaßen verwickelt. Kein Wunder, dass sie dabei in Situationen gebracht wird, für die sich ihre Qualifikationen nicht eignen. Doch die Dame mit dem Lasso gibt wie immer alles...

Beinahe wurde Zeus vernichtet, nun ist er als Baby wiedergeboren worden. Doch in dieser Gestalt ist er nicht nur verwundbar, sondern auch empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen wie Krankheiten, insbesondere wenn diese ein Hauch von bösem Einfluss umgibt. Wonder Woman versucht gleichzeitig gegen Superschurken wie Position zu kämpfen und auch die Probleme des Olymp zu regeln. Als Zeke – der wiedergeborene Zeus – krank wird, sucht die Heldin nach einer Lösung, die sich in Person von Hekate offenbart. Diese ist eine Göttin der Geister und Totenbeschwörung. Sie überredet Wonder Woman einige Artefakte von Hera zu stehlen, um Zeke wieder zu heilen. Doch dabei legt sie sich nicht nur mit verschiedenen Göttern an, sie wird in den uralten Machtkampf unter den Olympiern verstrickt, in dem jeder mit jedem verwandt ist, aber dennoch keine Gnade zeigt. Kann sie diesen Spagat schaffen und dabei das Richtige tun?

Meredith und David Finch haben das aktuelle Abenteuer der Reihe „Wonder Woman – Göttin des Krieges“ sehr familiär angelegt. Das bedeutet jedoch nicht weniger Action. Denn es gibt jede Menge Abenteuer zu bestehen und Kämpfe auszufechten, sogar gegen Götter des Olymp. Doch diese sind eher ein Mittel zum Zweck um die Handlung voranzubringen und zu zeigen, wie wenig Kampfkünste nutzen, wenn man sich um Politik und Familienhändel kümmern muss. Leider nimmt das der Handlung sogar mehr an Biss als die schrecklichen Ereignisse rund um die Freunde von Wonder Woman in den Vorgängerbänden. Die Illustrationen sind gut gelungen, wenngleich nicht außergewöhnlich. Daher können wir diesem Band insgesamt nur ein durchschnittliches Zeugnis ausstellen.

„Auferstehung“ ist der dritte Band der Reihe „Wonder Woman – Göttin des Krieges“. Trotz vieler Kämpfe sind es eher die Intrigen, die dieses Werk ausmachen. Und man merkt, dass die Protagonistin vieles ist, aber keine perfekte Diplomatin, um Intrigen in der Götterwelt ohne Probleme zu umschiffen. Da die Handlung dadurch nicht wirklich in Fahrt kommt und die Illustrationen auch eher mittelprächtig sind, ist auch der gesamte Band eher durchschnittlich.

Details

Bewertung

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