Rezension von Stefan Cernohuby
Für Mitteleuropäer, die einigermaßen in der Gegenwart verankert sind, spielen Legenden, Mythen und Überlieferungen nur eine untergeordnete Rolle im Leben. Wenn es sich dann noch um einen Kontinent handelt, zu dessen Ursprüngen man wenig Bezug hat, wird es noch schwieriger, dessen Geschichten zu verstehen und richtig zu interpretieren. Kai Meyer hat mit „Göttin der Wüste“ einen Ausflug in eine Zeit und eine Region unternommen, die den meisten sehr fremd ist.
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von Faye Hell
Rezension von Stefan Cernohuby
Alle Menschen wollen glücklich sein, so sagt man zumindest. Doch was macht eine Welt, welche das Glücklichsein zur höchsten Maxime erhoben hat, mit einem Menschen, dem dieses Gefühl komplett fern ist? Über Hass, Rebellion, Gelüste und Wissen in einer fragwürdigen Utopie inmitten der Postapokalypse erzählt Faye Hells Roman „Destruktion“. Mit sehr expliziten Worten.
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von Svenja Knisel
Rezension von Stefan Cernohuby
Technologie und Menschlichkeit werden umso gegensätzlicher, je näher einander Physis und Halbleiterchips kommen. Auch wenn technologisierte Zukunftsvarianten wie Cyberpunk seit vielen Jahrzehnten präsent sind, ist die Frage, was Implantate und Computerintegration mit Menschen psychologisch und philosophisch machen, meist nur ein Nebenthema. Nicht aber in „dissecting a topia“ von Svenja Knisel, mit dem die Autorin im Jahr 2025 den ersten Österreichischen Phantastikpreis gewonnen hat.
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von Cixin Liu
Rezension von Stefan Cernohuby
Manche Romane werden relativ schnell als moderne Klassiker bezeichnet, es gelingt ihnen aber trotzdem irgendwie, dem eigenen Lesestapel zu entgehen. Das kann unterschiedliche Gründe haben, unter anderem auch verschiedene Titel in verschiedenen Adaptionen und Sprachen. „Die drei Sonnen“ von Cixin Liu ist ein solcher Fall – eine Wissenslücke, die nun endlich geschlossen werden musste.
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Edition Klein-Kleckersdorf
von Carsten Zehm
Rezension von Stefan Cernohuby
Es gibt Brunnen vor Toren, über die man singt. Aber tatsächlich nur, weil dort ein bestimmter Baum steht. Eine Linde, unter der man so manchen süßen Traum hatte. „Unter der Linde“ von Carsten Zehm führt beim Lesen erneut in den Ort Klein-Kleckersdorf, an dem es nur selten Veränderungen gibt, besonders, wenn diese von außen herbeigeführt werden sollen. Doch diesmal scheint dies unvermeidlich.
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