Perlen-Reihe

Österreichs süße Küche

von Perlen-Reihe
Rezension von Janett Cernohuby | 26. Mai 2016

Österreichs süße Küche

Denkt man an die süße österreichische Küche, fällt einem zuerst Sachertorte ein, doch auch Germknödel oder Palatschinken werden oft im Zusammenhang mit ihr genannt. Tatsächlich ist Österreich das Land der Mehlspeisen, Torten und Strudel. Von Nord nach Süd und Ost nach West gibt es zahlreiche Klassiker und regionale Schmankerl. Eine praktische Zusammenstellung dieser findet sich in der Perlen-Reihe, dessen 1102. Band den Titel "Österreichs süße Küche" trägt.

Eine große Liebe füreinander empfinden Österreich und die Strudel. Wer diese erfunden hat, darüber lässt sich lange diskutieren, allerdings macht es viel mehr Spaß, Apfel- oder Topfenstrudel zu backen und dann frisch zu genießen. Doch nicht nur Strudel sind landauf, landab beliebt, auch Aufläufe zählen dazu. In feuerfesten Formen gebacken, mit mehreren Lagen, eignen sich diese Delikatessen sowohl als Haupt-, als auch als Nachspeise.
Viele österreichische Mehlspeisen basieren auf dem klassischen Germteig (Hefeteig). Germknödel oder Striezel (Hefezopf) sind hierbei die wohl bekanntesten Mehlspeisen.
Ebenfalls in einem Atemzug mit der österreichischen Küche genannt, werden meist Marillenknödel, Palatschinken und Kaiserschmarrn. Eine weitere köstliche runde Angelegenheit sind Topfenknödel. Doch verlassen wir einstweilen die Welt der Mehlspeisen und werfen noch einen Blick zu den Kuchen und Torten. Hier bietet die österreichische Küche nicht nur Faschingskrapfen, sondern die berühmte Sachertorte und Linzertorte - um nur zwei Vertreter zu nennen.

Wenn es um Mehlspeisen geht, macht der österreichischen Küche niemand etwas vor. Egal ob weltbekannte Klassiker oder regionale Schmankerl, es gibt eine Vielzahl süßer Köstlichkeiten, die sowohl als Nachtisch, als auch als Nachmittagsjause oder auch als Hauptmahlzeit serviert werden können. Das kleine Kochbuch der Perlen-Reihe listet eine große Auswahl von ihnen auf und zeigt, wie sie zubereitet werden.
Um einen Überblick zu behalten wurden diese nach Kategorien gelistet abgedruckt. Diese sind nicht alphabetisch sondern nach ihrer Beliebtheit gereiht. Die Rezepte sind sehr vielseitig, die Anleitungen selbst sind übersichtlich gestaltet und werden schrittweise erklärt. Zahlreiche Tipps verraten, wie Teige besser gelingen oder man eine Speise durch andere Zutaten noch variieren kann. Sehr schön ist, dass es obendrein eine Anleitung für die Zubereitung von Zwetschkenröster und Vanillesoße gibt. Schade ist dagegen, dass dies nicht für das Einkochen von Powidl zutrifft. Denn die entsprechenden Mehlspeisen schmecken um einiges besser, wenn auch der Powidl aus der eigenen Herstellung stammt.
Das Büchlein der Perlen-Reihe nimmt mit auf einen kulinarisch-süßen Trip durch die Alpenrepublik. Es stellt dem interessierten (Hobby-)Koch 35 der beliebtesten regionalen Schmankerl vor, wenngleich natürlich nicht alle. Das hätte auch den Rahmen dieses Werks gesprengt. Bei den Rezepten handelt es sich nicht um Neukreationen oder Erfindungen, vielmehr wurde auch die klassische Zubereitung aufgegriffen und hier abgedruckt. Diesen Rezepten kann man nur schwer widerstehen.

"Österreichs süße Küche" aus der Perlen-Reihe ist eine wunderbare Ergänzung zum Schwesternband "Österreichische Küche". Denn dieses neue Büchlein zeigt den süßen Teil dieser Küche, die man zu jeder Tageszeit und zu jedem Anlass genießen kann. Die 35 ausgewählten Rezepte geben einen guten Einblick in die Vielfalt der Mehlspeisen, Kuchen und Torten und werden viele Gaumen verzücken.

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