The Stand - Das letzte Gefecht

Niemandsland

von Roberto Aguirre-Sacasa, Stephen King
Rezension von Stefan Cernohuby | 15. Februar 2013

Niemandsland

Wenn das ganze Leben eine Gratwanderung darstellt, ist es oft ein einzelner Schritt oder eine einfache Handlung, die letztendlich entscheidet ob das Pendel zum Guten oder zum Bösen ausschlägt. Während es manchen vorherbestimmt scheint, Gutes oder Böses zu tun, haben andere die freie Entscheidung. Um beide Gruppen von Menschen geht es im fünften Band der Comicreihe "The Stand - Das letzte Gefecht", das den Untertitel "Niemandsland" trägt.

Das eigene Seelenheil ist eine seltsame Angelegenheit. Gerade wenn man denkt, die letzte Möglichkeit zu haben, es zu retten, erscheint anderen diese Entscheidung als zu spät. Dies passiert Nadine Cross, als sie sich verzweifelt an Larry Underwood wendet. Harold Lauder, der gerade dabei ist, immer mehr akzeptiert zu werden, wird von dieser Entwicklung ebenfalls überrascht. Sein Weg wird dadurch unumkehrbar in Richtung von Randall Flagg gelenkt.
Die Bevölkerung der "Guten" hat immer noch mit Problemen zu kämpfen. Zum einen ist Mutter Abgail verschollen, es gibt immer noch keinen Strom und vor allem träumen alle von jenem dunklen Mann, der ihr aller Leben bedroht. Dementsprechend starten sie Gegenaktionen. Sie entsenden voneinander unabhängige Spione, welche die Reihen des Feindes unterwandern. Eine gefährliche und für einige sicherlich tödliche Aufgabe. Doch noch während die sterbende Mutter Abgail ihre letzten Ratschläge weitergibt, plant das Böse schon einen Schlag... einen explosiven Anschlag.

Ein Epos wie "The Stand" in Episoden zu erzählen mag schon beinahe wie eine Lebensaufgabe anmuten. Aber zumindest verspricht dies eine längere Reihe als Graphic Novel, bei der man viele Leser an sich binden kann. Und sowohl die Adaption von Seiten der Autoren als auch die Illustratoren haben wieder einmal hervorragend gearbeitet. In der aktuellen Episode kann man gut erkennen, wie schnell Hoffnung in Verzweiflung umkippen kann, besonders wenn dunkle Kräfte am Wirken sind. Voraussichtlich wird sich der nächste Band wieder mehr dem Treiben in anderen Teilen Amerikas widmen. Man darf mit Fug und Recht gespannt sein, ob die Stimmung bis zum Ende beibehalten werden kann. Auf jeden Fall aber kann man diese Graphic Novel nicht nur Fans von Stephen King empfehlen, sondern auch Quereinsteigern - allerdings unter der Voraussetzung dass sie auch die vorangegangenen Teile gelesen haben.

"Niemandsland" ist der fünfte Band der "Graphic Novel"-Adaption von Stephen Kings "The Stand - Das letzte Gefecht". Auch hier ist Roberto Aguirre-Sacasa hauptverantwortlich. Ihm gelingt es sowohl die Spannung aufrecht zu erhalten, als auch die stets umschlagende Stimmung darzustellen. Nicht nur einschlägige Fans werden von diesem Teil begeistert sein.

Details

Bewertung

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  • Illustration:

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