von Catherine Shepherd
Rezension von Brigitte Halek
Erblickt man auf dem Cover eines Thrillers einen Kinderwagen, auf dessen Griffbügel eine Krähe sitzt, lässt dies eine unheimliche Geschichte um Kinder erahnen. Um Krähen und Raben ranken sich zahlreiche Märchen und Sagen und in der Mythologie stehen sie als Symbol für Weisheit. Schon die alten Götter kannten deren Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit. Parallel dazu gilt die Krähe auch als Galgen- oder Pechvogel und der schwarze Rabe steht als Zeichen für das böse Tier. Der Titel „Krähenmutter“ weckt jedenfalls Interesse und Neugierde auf die Geschichte.
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Todes-Zyklus
von Andreas Gruber
Rezension von Stefan Cernohuby
Jeder der berühmten Ermittler der Krimigeschichte hatte zumindest einen würdigen Gegner oder Erzfeind. Wie klassisch Moriarty bei Sherlock Holmes, gibt es meist einen Gegenspieler, der den Helden alles abverlangt. Auch der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder aus Andreas Grubers „Todesreihe“ hat eine solche Nemesis. Um diese geht es im Roman „Todesmärchen“, dem bisher persönlichsten Fall des Ermittlers.
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Der Metzger
von Thomas Raab
Rezension von Stefan Cernohuby
Manchen Leuten ist einfach alles egal. „Wurscht“, wie man in Österreich so schön sagt. Dabei ist Wurst keineswegs irrelevant, sie ist für manche Leute schon beinahe eine Glaubensfrage. Debreziner, Käsekrainer oder gar Frankfurter (woanders auch Wiener genannt), die Entscheidung fällt schwer. Und wenn im Wurstfabrikantenmilieu Todesfälle passieren oder gar Morde, kann man das nicht hinnehmen. Vor allem, wenn man Metzger heißt und gegen seinen Willen in einen Kriminalfall hineingezogen wird. Das passiert in „Der Metzger“ von Thomas Raab.
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Proteo Laurenti
von Veit Heinichen
Rezension von Manfred Weiss
Krimireihen sind immer eine zweischneidige Angelegenheit. Man freut sich darauf, vertraute Personen und Erzählweisen wieder zu treffen, aber gleichzeitig kann die Bürde für den Autor, regelmäßig Neues zum Altgewohnten zu berichten, groß werden. Zum einen ist ja der neue oder vergessliche Leser in alles einzuweihen was bisher geschah und für den neuen Fall relevant ist, andererseits aber soll der treue Leser nicht mit Harry Potter-haften Wiederholungen gelangweilt werden. Und so ist es immer mit Freude, aber auch einer gewissen Zurückhaltung verbunden, einen neuen Band einer vertrauten Reihe in Händen zu halten.
Nach starkem Beginn hatten auch die Krimis rund um Commissario Proteo Laurenti schon ihre Höhen und Tiefen. So kommt diese Spannung der Ungewissheit zur Handlung selbst hinzu.
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von Stefan Papp
Rezension von Stefan Cernohuby
Menschen entwickeln sich weiter. Oder zumindest sollten sie das, um völligen Stillstand in zu vermeiden und dann plötzlich vor dem Ruhestand zu stehen, ohne jemals ein Ziel erreicht zu haben. Um eine Weiterentwicklung geht es auch im zweiten Roman von Stefan Papp, welcher den Titel „Der Magier“ trägt. Und hier geht es nicht nur um eine Wandlung von einer Tarotfigur zur anderen, Veränderung ist ein zentrales Thema des Romans.
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