Dark Reign

Thunderbolts vs. Deadpool

von Andy Diggle
Rezension von Stefan Cernohuby | 23. Februar 2010

Thunderbolts vs. Deadpool

Manche Nebengestalten aus Reihen entwickeln sich langsam und allmählich zu Publikumslieblingen. Ohne dass man es merkt, stehen sie plötzlich im Zentrum der Handlung und haben immer mehr Fans. So lange, bis sie schließlich ihre eigene Serie - oder zumindest eigene Bände - erhalten. Ein Beispiel dafür ist auch "Thunderbolts vs. Deadpool - Magnum Opus", das kürzlich bei Panini Comics erschienen ist.

Erst vor kurzem war Deadpool auf einer gefährlichen Mission. Er schleuste sich auf ein Skrull-Trägerschiff und richtete dort ein heilloses Chaos an. Nicht, dass dies sein Auftrag gewesen wäre! Eigentlich sollte er das Geheimnis entdecken, wie man die Skrull-Königin töten konnte und es Nick Fury übermitteln. Doch Norman Osborn konnte die Übertragung abfangen - der Grund weswegen er jetzt die wichtigste Position im Staat übernehmen konnte. Aus diesem und anderen Gründen, die er selbst nicht weiß, hat Deadpool noch ein Hühnchen mit den Thunderbolts und ihrem Chef zu rupfen. Was ihm dabei aber noch ein wenig in die Quere kommt, sind seine multiplen Persönlichkeiten, seine scheinbare Unfähigkeit, mehr als einen Schritt vorauszuplanen und dass er sich dabei in eine Feindin verliebt. Obwohl er den Taskmaster als Verbündeten hat, wird die ganze Angelegenheit plötzlich furchtbar kompliziert...

Wie schon zu Beginn erwähnt gibt es einige „Helden“, bei denen einem nicht sofort klar ist, für wie viel Stimmung und Spannung sie sorgen können. So auch im Fall von Deadpool. Der auch als Wade Wilson bekannte „Söldner mit Schnauze“ hat nicht nur die Fähigkeiten um großen Ärger und große Taten zu vollbringen, sondern auch die Ambitionen. Leider hapert es meistens an der Feinabstimmung. Doch umso witziger gestaltet sich sein gesamter Auftritt. Mit Selbstheilungskräften, die denen von Wolverine in nichts nachstehen - eher im Gegenteil - und einem Verstand, der ebenso scharf ist, wie ein Löffel, verfolgt Deadpool eher eine Haudrauf-Taktik, als die feine Klinge. Doch dies ist einer der Hauptaspekte, weswegen seine Abenteuer unglaublich witzig sind. Ein anderer sind seine Wahnvorstellungen, die ihm eine alternative Realität vorgaukeln, in der er der Größte ist und alle anderen weinerliche Kinder. All diese Inhalte zusammen sind schon ein Grund den Band zu kaufen. Aber die spannende Geschichte und die gelungenen Illustrationen tragen zusätzlich ihren Teil bei. Insofern kann der Comic jedem Fan wärmstens ans Herz gelegt werden.

Andy Diggle, Daniel Way und einige andere sind dafür verantwortlich, dass Deadpool einmal mehr auf die Leserschaft losgelassen wurde. „Thunderbolts vs. Deadpool - Magnum Opus“ ist verrückt, aufdringlich und keineswegs ernst zu nehmen. Genau aus diesen Gründen lohnt sich der Kauf. Charaktere, Geschichte und Preis passen hier einfach zusammen. Empfehlenswert!

Details

  • Autor/-in:
  • Serie:
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    02/2010
  • Umfang:
    100 Seiten
  • Typ:
    Taschenbuch
  • GTIN:
    419764321295503
  • Preis:
    12,95 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gewalt:
  • Gefühl:
  • Erotik:
  • Illustration:
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