He-Man und die Masters of the Universe

He-Man und die Masters of the Mulitverse

von Tim Seeley, Dan Fraga (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 25. September 2021

He-Man und die Masters of the Mulitverse

Es gibt Serien, die schon in ihrer Namensgebung nicht unbedingt für Bescheidenheit stehen. Als in den frühen 180ern erstmals „He-Man and the Masters of the Universe“ über die Bildschirme flimmerte, ging es um Kraft, um Macht, aber auch um Freundschaft und das Bestreben das Richtige zu tun. Und doch gibt es so viele verschiedene Inkarnationen der Masters, dass es wohl ein interessantes Gedankenspiel wäre, sich den „Masters of the Multiverse“ anzunehmen. Eine Prämisse, der sich Autor Tim Seeley und Zeichner Dan Fraga angenommen haben.

Als in einer Realität das Schicksal Eternias auf dem Spiel steht, greift Adam zum Schwert der Macht und beschließt sich Skeletor zu stellen. Nur um seine Leiche zu finden, getötet von einem dunklen Anti-He-Man, der auch ihn tötet und sich seine Macht aneignet. Denn jener Anti-He-Man reist von Paralleldimension zur Paralleldimension um sich jedes Bisschen Macht einzuverleiben. Er hat einen Plan, der das gesamte Multiversum erschüttern soll.
Der junge Prinz Keldor ist ein Tunichtgut. Lieber besprüht er Palastwände mit schlechtem Graffiti, als Kampfübungen oder gar magisches Training über sich ergehen zu lassen. In seiner Welt ist He-Man tot oder verschwunden. Und doch hört er, dass er in allen anderen Welten der Böse, der Zerstörer sein soll. Ein Ungeheuer namens Skeletor. Und dies ist etwas, das zwei verschiedene Inkarnationen von He-Man nutzen wollen, um das Multiversum zu retten. Mit Hilfe einer kosmischen Stimmgabel wollen die beiden Anti-He-Man aufhalten. Widerwillig schließt sich Prinz Keldor an.

Was folgt ist eine teils nostalgische, teils brutale Reise quer durch die Universen. Man begegnet He-Man-Inkarnationen wieder, die man längst vergessen glaubte oder glauben wollte. Darunter eine Spielfiguren-Version, der Weltraum-He-Man und – sogar handlungstragend – die Dolph-Lundgren-Variante aus dem Kinofilm. Die Handlung selbst ist keine große Überraschung und kann leider Äquivalent zu etlichen anderen (nicht so überragenden) Handlungssträngen im DC-Universum gesehen werden, wo jemand mit Anti-Leben die Schöpfung auslöschen will. Doch mit Keldor und seinem widerspenstigen Reittier hat man viel Spaß, genauso wie bei dem wilden Ritt durch die verschiedenen He-Man-Universen. Dementsprechend kann man das Werk all jenen, die He-Man nicht bitter ernst nehmen (so viele sollten das nicht sein) und auch denen, die gerne wieder daran erinnert werden, welche Wandlungen das von Mattel erfundene Kraftmännchen mit dem Schwert, dem furchtsamen Tiger und mit dem Ausruf „Bei der Macht von Grayskull“ in all den Jahren durchgemacht hat.

„He-Man und die Masters of the Universe” ist ein Sonderband aus dem Hause DC, der die Konzepte Multiversum und die Geschichte von He-Man zusammenführt. Der Band enthält viel Action, Nostalgie und tolle Illustrationen. Die nicht unbedingt weltenbewegende aber solide Story von Tim Seeley wird durch die Zeichnungen von Dan Fraga stark aufgewertet. He-Man-Fans, welche die gesamte Werdensgeschichte des muskelbepackten Helden Eternias verfolgt haben, sollten in jedem Fall zugreifen.

Details

Bewertung

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