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Superman Action Comics

Superman Action Comics - Die Schlacht um Warworld

von David Lapham, Miguel Mendonca, Brandon Peterson, Will Conrad, Fico Ossio, Brent Peeples, Phillip Kennedy Johnson
Rezension von Gabriel Zupcan | 12. März 2024

Superman Action Comics - Die Schlacht um Warworld

Die finale Schlacht beginnt. Superman führt die Authority und die Rebellen auf Warworld gegen deren eigenen Herrn und Meister: Mongul. In dieser Schlacht der Titanen kann sich Clark zwar nicht auf seine Superkräfte verlassen, aber ihm stehen tapfere Verbündete zur Seite.

Das Finale der Warworld-Sage ist hier. Es sieht nicht gut aus für die phälosianischen Rebellen. Diverse Mitglieder der Authority haben durch Geisteskontrolle die Seiten gewechselt. Superman hat mangels einer gelben Sonne nur einen Bruchteil seiner Fähigkeiten. Und zeitgleich sind auch auf der Erde die Verbündeten und Familienmitglieder von Clark in Bedrängnis. Doch Clark Kent hat immer noch seine Erfahrung, seinen Mut und sein Charisma. Unter seiner Führung unter dem Kriegsnamen „Unblutiges Schwert“ sammeln sich die Rebellen, deren Volk von den Kryptoniern abstammt und stürzen sich in den Kampf. Eine letzte Chance gegen den übermächtigen Mongul bietet das Artefakt „Feuer von Olgrun“. Doch um dieses zu erhalten muss sich Clark mehreren tödlichen Prüfungen stellen.
Die Nebenstory beleuchtet, was sich zuvor auf der Erde zugetragen hat, als Steel (John Henry Irons) und Lois Lane es mit Supermans altem Gegenspieler Conduit zu tun bekommen, der im Auftrag von Amanda Waller das Genesis-Fragment stehlen soll.
Clark Kent tauscht sein blau-rotes Superdress gegen ein He-Man-Gedächtnisoutfit, schnallt Schwert und Schild um und stellt sich den Horden des bösen, skelettgesichtigen Herrschers. Ernsthafte „Master of the Universe“-Vibes kommen auf, als es zur Sci-Fi-Fantasy Schlachten mit Schwertern und Energieblitzen auf dem Todesstern des DC-Universums kommt. Das weiß zu gefallen und macht Laune. Die Story ist dynamisch und spannend und bietet all ihren Charakteren Platz, ohne den Protagonistenzu vernachlässigen. Autor Phillip Kennedy Johnson weiß hier als Erzähler im Superman-Universum zu überzeugen und liefert einen durchaus denkwürdigen Eintrag in den Annalen von Action Comics ab.

Für ein Superman-Comic geht es ganz schön blutig und gewalttätig zur Sache. Das liegt unter anderem auch daran, dass Superman hier an der Seite der berüchtigten „Authority“ kämpft, dem Superhelden-Team aus der Feder von Mark Millar, das seinerzeit die Ultrabrutalität von Superkräften in Comics vorgelebt hat. Zynische Charaktere wie der Midnighter sind ohnehin im Kampf gegen außerirdische Monster am besten aufgehoben, um nicht wie Bösewichte zu wirken. Seine gelegentlich schnoddrigen Kommentare sorgen aber auf jeden Fall für Schmunzler.
Die Zeichnungen wechseln von Kapitel zu Kapitel, was heutzutage nicht unerwartet, aber schade ist. So fehlt die visuelle Konsistenz in einer epischen Geschichte. Unter den Einträgen sind bemerkenswerte und beeindruckende, wie der von Fico Ossio und auch eher einfache mit breitem Tuschestrich, wie die von David Lapham. Zu Ende hin kommt beinahe jedes Panel von einem anderen Künstler. Was bei Anthologien durchaus interessant ist, wirkt bei einer durchgehenden Geschichte leider etwas billig.

Superman in Bestform, dort wo er hingehört: inmitten einer epischen Herausforderung, die seinen Kräften und seinem Charakter angemessen ist. Auch wenn Weltraum-Epen und -Kriege eher die Domäne des Green Lantern Corps sind, schlägt sich der Mann aus Stahl hier hervorragend. Eine Storyline, die man als Superman-Fan nicht verpassen sollte.

Details

Bewertung

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