Final Crisis

von Grant Morrison
Rezension von Stefan Cernohuby | 07. Februar 2011

Final Crisis

Ein gewaltiges Ereignis zieht überall seine Kreise. So ist es wirklich schwer zu identifizieren, welche Elemente daraus tatsächlich zum zentralen Strang werden. Im Fall des DC-Elements Final Crisis" wurde der Versuch gestartet, die zahlreichen der ineinander verschlungenen Handlungsfäden zu einem dicken roten Faden zusammenzufassen. Passiert ist dies im gleichnamigen, immerhin 340 Seiten starken Band.

Viele Dinge haben ihre Wurzel in einer längst vergangenen Zeit. So beginnt auch dieser Band damit, dass jemandem in der Steinzeit das Geheimnis des Feuers offenbart wird. Ein Fehler, wie Dan Turpin es sieht. Denn immer wenn jemand in der Lage ist etwas anzuzünden, versucht er auch etwas zu verbrennen. Diese Gedanken gehen ihm durch den Kopf, während er einen sterbenden Superhelden findet. Nachdem Libra den Martian Manhunter Jonn J'onnz getötet hat, wollen immer noch nicht aller Superschurken mit ihm kooperieren, besonders Lex Luthor hat wenig Interesse, einem Emporkömmling Gefolgschaft zu schwören - außer er unternimmt etwas gegen seinen Erzfeind Superman, was dann auch passiert.
Während Green Lantern Hal Jordan angeklagt wird und Superman versucht seine Frau zu retten, geschehen einige Dinge transdimensional. Galaktische Auseinandersetzungen mit unglaublichen Kräften, die Verbreitung der Anti-Lebens-Formel und vieles mehr. Neben Mandrakk ist es vor allem Darkside, der das Geschehen bestimmt...

Wenige Comicbände besitzen durchgehend eine derartig hervorragende Illustration, wie der aktuell vorliegende. Stimmungsvoll, düster und apokalyptisch wirkt der Sammelband der "Final Crisis". Doch was an Stimmung positiv vorhanden ist, kann man leider nicht in Form einer konsistenten Erzählung wiederfinden. So besteht das ganze Werk aus einzelnen Geschichtsfragmenten, aus denen man nicht wirklich schlau wird. Wer ein großer DC-Fan ist und ohnehin mit allen Helden und Bösewichten auf Du und Du ist, wird hier ebenfalls keine Probleme mit der Erzählung haben. Alle anderen, die jedoch nur gelegentlich in das Universum hineinschnuppern, werden zwar von den Illustrationen begeistert sein, im Endeffekt aber nicht viel mit dem Werk anfangen können. Schade, ist das Werk doch insgesamt sehr gelungen.

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Grant Morrison hat mit "Final Crisis" ein Epos geschaffen, welches sich viel Beachtung verdient hat. Der Sammelband, der nun erschienen ist um das Zentralelement der Reihe dazustellen, kann allerdings keine durchgehende Linie Vorweisen. Dies ist allerdings der einzige Grund, weswegen das Buch trotz genialer Illustrationen nicht die volle Punktezahl erringen kann.

Details

  • Autor/-in:
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    10/2010
  • Umfang:
    340 Seiten
  • Typ:
    Taschenbuch
  • ASIN:
    3862010015
  • ISBN 13:
    9783862010011
  • Preis:
    24,95 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
    Keine Bewertung
  • Gewalt:
  • Gefühl:
  • Erotik:
    Keine Bewertung
  • Illustration:

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