Eine kurze Geschichte der Kunst

von Susie Hodge
Rezension von Michael Seirer | 05. Juni 2018

Eine kurze Geschichte der Kunst

Einführungen in die Geschichte der Kunst in Buchform gibt es viele. Neben Klassikern wie der ausführlichen Darstellung von E. H. Gombrich (sehr lesenswert, aber immerhin 1042 Seiten stark) finden sich auch einige kürzere Zusammenfassungen. Eine davon ist „Eine kurze Geschichte der Kunst“ von Susie Hodge, eine bekannte Bestseller-Autorin, die schon einige Publikationen zum Thema Kunst geschrieben hat.

Das Buch bietet einen Überblick über die wichtigsten Kunststile, Richtungen und Techniken von der Prähistorie bis in die Gegenwart. Im ersten Abschnitt werden auf knapp 40 Seiten die unterschiedlichen Kunstrichtungen kurz vorgestellt, wobei jeweils die wichtigsten Künstler, die zeitliche Ausdehnung, ein Werk als Beispiel, ein kurzer Text und wichtige Entwicklungen erläutert werden. Jeder Stilrichtung wird dabei genau eine Seite gewidmet. Beginnend mit den Höhlenmalereien von Lascaux, datiert auf ca. 15.000 Jahre v. Chr., reicht die Auflistung bis in die Moderne Kunst mit Kunstrichtungen wie Farbfeldmalerei, Performance-Kunst und Konzeptkunst.

Im zweiten, größten Abschnitt wird dann eine Auswahl von 50 wichtigen Schlüsselwerke aus der Kunstgeschichte behandelt. Neben Informationen zum Künstler und weiteren Arbeiten von ebendiesem findet sich eine Beschreibung des Meisterstückes, welches fast immer ganzseitig, manchmal sogar über den Falz hinaus, dargestellt wird. Das Layout ist dabei so gestaltet, dass pro Bild meistens zwei Seiten verwendet werden. Querverweise auf Schlagworte, Techniken und andere Kunstrichtungen runden die Darstellung ab. Im Buch behandelt werden beispielsweise die "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci, "Die Venus von Urbino" von Tizian und "Las Meninas" von Diego Velázquez.

Im dritten Abschnitt „Themen“ werden die für die Künstler relevanten thematischen Inhalte aufgelistet (beispielsweise Mythologie, Selbstportraits, Krieg und Tod, Landschaft oder Abstraktion).

Zu guter Letzt behandelt das Buch noch verschiedene Techniken, die zur Herstellung der besprochenen Kunstwerke verwendet wurden. So finden sich Erläuterungen zu Sfumato, Tempera, Holzschnitt aber auch Informationen zur Camera obscura oder dem Siebdruck.

Die Darstellung der Werke ist insofern gelungen, da sie relativ viel Platz im Layout einnehmen (meist ganzseitig, teilweise sogar zweiseitig). Bei einem Buch im Taschenbuchformat ist das auch dringend notwendig. Die Jahreszahl der Entstehung des Werkes ist in unterschiedlichen Farben kodiert - wir waren jedoch nicht in der Lage, hier eine Systematik zu erkennen. Scheinbar sollte die Farbe einfach zur farblichen Grundstimmung des Bildes passen. Positiv ist  hervorzuheben, dass nicht nur Gemälde, sondern auch Skulpturen und Objekte in das Buch aufgenommen wurden.

Die Einführung in die Geschichte der Kunst über eine Erklärung ausgewählter Werke zu versuchen ist nicht neu. Ein Erweitern der Kapitel auf die Themen „Techniken“ und „Themen“ ist jedoch gelungen und hilft, die Querverbindungen zwischen den Strömungen und Künstlern besser zu verstehen. Das Buch ist mit 224 Seiten und vielen Darstellungen gut verständlich und schnell gelesen. Bei dem gewählten Format beziehungsweise dem geringen Seitenumfang muss jedoch klar sein, dass man hier keine umfassende oder tiefer gehende Informationen finden wird.

Wer eine kurze und knackige Einführung in die Kunstgeschichte und einige der relevanten Kunstwerke sucht, ist bei Susie Hodge richtig. Das Buch vermittelt in auf den Punkt gebrachten Texten und Darstellungen die wichtigsten Kunstrichtungen und Werke. Die Kapitel mit verwendeten Techniken und den für Künstler wichtigen Themen runden das Buch ab. 

Details

  • Autor/-in:
  • Originaltitel:
    The short story of art
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    03/2018
  • Umfang:
    224 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • ISBN 13:
    9783962440138
  • Preis:
    14,90 €

Bewertung

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  • Anspruch: