The Infinity War


Die ewige Schlacht
von Jim Starlin, Ron Lim (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 25. März 2018

The Infinity War

Einer der schlimmsten Kämpfe, die ein Mensch ausfechten kann, ist ein Kampf mit sich selbst. In der Regel sind mit dieser Formulierung allerdings die inneren Dämonen und moralische Grenzgänge gemeint. Nur selten taucht ein zweites Ich auf, mit dem man sich dann auseinandersetzen muss. In „The Infinity War – Die ewige Schlacht“ ist dies jedoch tatsächlich so.

Die Geschehnisse aus „The Infintiy Gauntlet“ sind vorüber. Der Titan Thanos lebt friedlich und zurückgezogen auf einem Planeten, seine Rüstung dient als Vogelscheuche. Doch dann spüren seine Sensoren ein Signal auf, das ihn dazu bringt, sich wieder anzukleiden. Denn nicht nur, dass die mächtigste existierende Entität Eternity katatonisch ist, überall tauchen bösartige Doppelgänger auf und greifen die irdischen Superhelden an. Doch das ist tatsächlich ein Ablenkungsmanöver. Denn Magus, das dunkle Spiegelbild von Adam Warlock hat nun eine echte Gestalt angenommen und schickt sich an, die Kontrolle über das Universum zu übernehmen. Er spielt geschickt Doppelgänger gegen echte Helden aus – denn nicht alle überstehen die Konfrontation mit ihren dunklen Gegenstücken oder gehen als Sieger aus ihr hervor. Doch langsam wird den Helden klar, womit sie es zu tun haben, da sich auch Thanos auf ihre Seite stellt. Es gilt ein weiteres Mal einen Plan zu schmieden, um ein Wesen davon abzuhalten, erneut unendliche Macht zu erlangen. Doch natürlich gibt es da andere, die ihre eigenen Pläne haben – so wie Dr. Doom und Kang, der Eroberer.

Die Geschichte setzt mehr oder weniger nahtlos an „The Infinity Gauntlet“ an. Es gibt natürlich einige Parallelen und wieder ein Treffen des Who-is-Who des Marvel-Universums. Magus ist ein Charakter mit gewissen Parallelen zu DC, vor allem mit dem Blitz, den er hier auf seinem Kostüm trägt. Denn dort gibt es einen „Black Adam“, der ebenfalls ein dunkles Spiegelbild eines Helden darstellt und durch einen Blitz gekennzeichnet wird. Die Geschichte ist relativ geradlinig und steuert wieder auf eine große Auseinandersetzung zu. Hier gibt es jedoch Verrat und Gegenverrat, wofür insbesondere Dr. Doom und Kang verantwortlich sind.
Im Vergleich zum Vorgänger wirkt „The Infinity War“ fast zu wenig verworren, die Handlung schreitet mit so klaren Linien voran, dass man das Ende schon beinahe zu erahnen glaubt. Und wer das Universum kennt, fühlt sich dann wohl bestätigt.

„The Infintiy War - Die ewige Schlacht“ ist nicht nur eine Fortsetzung von „The Infinity Gauntlet“, es ist auch (beinahe) der Titel eines Kinofilms, der Ende April in die Kinos kommen wird. In Grundzügen werden einige Elemente des Comics wohl auch dort vorkommen. Das ändert allerdings nichts daran, dass das von Jim Starlin und Ron Lim geschaffene Werk leider nicht völlig überzeugen kann – und das hat jetzt nichts mit dem Zeichenstil der 1990er zu tun.

Details

  • Autor/-in:
  • Originaltitel:
    Infinity War
  • Verlag:
  • Genre:
  • Erschienen:
    02/2018
  • Umfang:
    256 Seiten
  • Typ:
    Taschenbuch
  • ISBN 13:
    9783741606496
  • Preis:
    24,99 €

Bewertung

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