John Constantine - Hellblazer

John Constantine: Gefallene Engel, Band 1

von Tom Taylor, Darick Robertson (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 15. Mai 2021

John Constantine: Gefallene Engel, Band 1

John Constantine ist alles andere als ein Engel. Nicht nur, dass er schon die eine oder andere Auseinandersetzung mit diesen geflügelten Zeitgenossen hatte, er hält auch nicht sonderlich viel von gesellschaftlichen Normen, Verboten oder gar Gesetzen. Der Titel „Gefallene Engel“ des neuen „Black Label“-Abenteuers von Tom Taylor und Darick Robertson könnte aber noch ganz andere Dinge bedeuten.

Im Rückblick sieht sich John Constantine in vielerlei Hinsicht als schuldig, beziehungsweise wurde er sein ganzes Leben als solches bezeichnet. Der Tod seiner Mutter bei seiner Geburt. Der Tod eines Freundes im Zuge einer Flutkatastrophe. Zum Teil ist das sogar etwas, das er sich selbst vorwirft. Doch wie das so oft ist, bleiben die Dinge in einer magischen Welt, in der sich Himmel und Hölle in die Belange der Menschen einmischen, nicht immer tot. Beziehungsweise lassen sie nicht immer andere ihr Leben friedlich zu Ende führen. So muss sich der kettenrauchende magiebegabte Mistkerl mit den blonden Haaren mit mehr als einem alten Bekannten aus seiner Vergangenheit auseinandersetzen.

Das Negativste an diesem Band gleich zu Beginn. Er ist viel zu kurz. Gerade, als die Handlung wirklich Fahrt aufnimmt, ist das Werk zu Ende. Natürlich ist es auf 52 Seiten schwierig, alle Leser zufriedenzustellen. Insbesondere wenn ein gefühltes Drittel des Werks dauert, um die Vergangenheit aufzuarbeiten. Tom Taylor kann seine Zombie-Erfahrung ausspielen, die Illustrationen von Darick Robertson sind zwar nicht überragend, aber doch passend. Letztendlich liegt ein großformatiger Band des Black Labels vor, der für sich alleinstehend nicht ganz überzeugen kann. Doch das Potenzial ist da, wenn die losen Enden der Erzählung richtig aufgegriffen und gelungen weiterverwoben werden. Man muss also weiter gespannt bleiben.

„Gefallene Engel“ ist der erste Band eines „Hellblazer“-Dreiteilers von Tom Taylor und Darick Robertson. Das Werk teasert eine spannende Geschichte an, bricht aber leider an der spannendsten Stelle ab. Die Illustrationen von Robertson sind solider Durchschnitt, aber nicht herausragend. Diese Kombination dieser beiden Fakten lässt auf einen insgesamt tollen Dreiteiler hoffen, verliert als Einzelband jedoch ein wenig in der B-Note.

Details

Bewertung

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