He-Man und die Masters of the Universe vs. Injustice

von Tim Seeley, Freddie E. Williams II. (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 11. Juli 2019

He-Man und die Masters of the Universe vs. Injustice

Das Gute und das Böse sind vor allem in der Literatur sehr klar festgelegt. Meist gehen Vertreter der beiden Fraktionen aufeinander los und das Gute gewinnt am Ende. Doch wenn sich Universen überschneiden und Charaktere nicht das sind, was sie vorgeben zu sein, wird alles ein wenig komplizierter. Darauf kann man sich auch auf in „He-Man und die Masters of the Univers vs. Injustice“ einstellen.

He-Man ist gerade dabei einen Ursurpator abzusetzen, der ihn bereits seit drei Monaten ersetzt hat. Doch die Leute sind nicht glücklich darüber, dass er Faker überführt hat – denn dieser hat dem Volk gegeben, was es wollte. Einen starken Führer. Als Adam sich frustriert zurückzieht, wird er von Superhelden einer anderen Welt abgefangen, die seine Hilfe erbitten. Denn auf dieser hat Superman ein Schreckensregime errichtet, um jegliches Verbrechen zu unterbinden – selbst jene, die nur im Kopf stattfinden. Adam erklärt sich bereit, als He-Man für die gerechte Sachen zu kämpfen und begleitet die Helden. Doch während He-Man versucht, das Regime zu unterwandern und sich Superman und seinen Verbündeten zu stellen, zu denen auch Skeletor gehört, greift Darkseid Eternia an. Vieles spielt eine Rolle, von der man zu Beginn keine Ahnung hat. Und dazu gehört auch ein verstorbener Magier namens Shazam.

Zwei Handlungsstränge, die natürlich auf ein Finale hinarbeiten, benötigen einige der wichtigen DC- und Masters-Charaktere. Ein großer Teil läuft aber nur irgendwo nebenher mit, was reichlich überflüssig ist. Vielleicht hätte man sich besser auf eine Kernbesatzung konzentriert, die für die Handlung relevant ist, anstatt einen Green Arrow oder Man-At-Arms irgendwo am Rande des Geschehens herumstehen oder kämpfen zu lassen. Aber davon einmal abgesehen ist die Geschichte erfreulich überzeugend, es gibt sogar zwei Plot-Twists, die auch erfahrene Comicleser überraschen können. Wer die bisherige Reihe von He-Man und die Masters of the Universe verfolgt hat oder das Injustice-Event, wird hier erfreuliche gute Unterhaltung finden. Kenner beider sind vermutlich sogar doppelt zufrieden. Tim Seeley hat hier gute Arbeit geleistet. Die Illustrationen von Freddie E. Williams II. sind unterschiedlich angelegt. Manchmal tobt er sich richtig bei der Darstellung heroischer Posen aus, dann sind die Darstellungen krude und rudimentär. Ein Zeichenstil, an den man sich gewöhnen muss.

„He-Man und die Masters of the Univers vs. Injustice“ ist ein Sonderband, der sich hauptsächlich an Kenner des „Injustice“-Events und der guten alten „Masters“ richtet. Und obwohl es eine gewisse Überbesetzung an Helden und Schurken aus beiden Universen gibt, vermag die Handlung zu überzeugen. Die Illustrationen sind eher wechselhaft und Geschmackssache. Trotzdem hat das Werk das Zeug dazu, irgendwann ein Klassiker zu sein, der zwei Universen (wieder einmal) miteinander verbindet.

Details

Bewertung

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