Day Men

Day Men 2: Ex Curia

von Matt Gagnon, Michael Alan Nelson, Brian Stelfreeze (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 01. Januar 2017

Day Men 2: Ex Curia

Es ist schwierig zu einer Familie zu gehören, wenn man sich sehr von selbiger unterscheidet. Ein Beispiel dafür wäre, wenn man einer gänzlich anderen Spezies angehört. Was in unserer Weilt eher nur auf Haustiere zutrifft, kann in einer dunklen und phantastischeren Realität ein weiteres Spektrum an Unterschieden bedeuten. Davon handelt die Reihe „Day Men“, deren zweiter Band mit dem Untertitel „Ex Curia“ erschienen ist.

David Reid läuft die Zeit davon, und das rasant. Immer noch jagt er den Spuren hinterher, die zu der geheimnisvollen Plage führen, welche die Familie Virgo – seine Familie – zu Fall bringen will. In seiner Verzweiflung hat er ein Duell mit Jacob, dem gefährlichsten aller Day Men, vereinbart – eine Art Götterprobe, um für sein Recht zu kämpfen. Doch noch hofft er, vorher an die Verschwörer heranzukommen. Leider verlaufen seine Spuren im Sand – und die gefundenen Vampire lassen sich lieber töten als eine Aussage zu seiner Entlastung zu treffen. Selbst ein Besuch bei seinem Mentor Blackwill führt nur dazu, dass sich weitere Verdächtige vor seinen Augen selbst richten. So ist das Duell mit seinem Erzfeind unausweichlich. Und doch ist es nur ein Vorspiel zum eigentlichen Drama, das von Verrat, verirrter Evolution und einer unbekannten Familiengeschichte handelt.

In jeder Vampirsaga kommt es irgendwann zu dem Punkt, an dem die dunklen Blutsauger versuchen, ihren naturgegebenen Einschränkungen zu entfliehen. So ist es kein Wunder, dass auch die Reihe „Day Men“ eine solche Subspezies des Vampirs einbringt, die sich naturgemäß nicht sehr gut mit konventionellen Vampiren verträgt.
Die Wege mit einer solchen Plage umzugehen, sind sehr unterschiedlich und werden in „Ex Curia“ auch aus der Perspektive eines Vampirvertrauten betrachtet, der Aufgaben am Tag erledigt. In einem Szenario, in dem seine Herren und Meister bei Tag im Freien agieren könnten, wäre er daher bereits ein Auslaufmodell. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Verschwörungen, großes Misstrauen und uralte Richtlinien, die eine Rolle spielen. Alle denen bereits der erste Teil der Reihe gefallen hat, sollten hier unbedingt zugreifen. Auch für Quereinsteiger ist der Band noch geeignet, da sich die eigentliche Aufgabe der „Day Men“ über die Geschichte hinweg herauskristallisiert. Die Illustrationen sind zwar nicht überragend, passen aber sehr gut zum Stil der Handlung. Insofern können wir dieses Werk bedenkenlos empfehlen.

Matt Gagnon hat mit „Ex Curia“, dem zweiten Band der Reihe „Day Men“, seine eigene Vampir-Saga fortgesetzt. Der menschliche Protagonist der Reihe muss sich mit einer Gefahr auseinandersetzen, die nicht nur seine Vampirfamilie, sondern alle klassischen Vampire bedroht. Das geschieht auf spannende und nicht wirklich vorhersehbare Weise, weswegen wir das Werk allen Fans von düsteren Geschichten durchaus empfehlen können.

Details

Bewertung

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  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gewalt:
  • Gefühl:
  • Erotik:
  • Illustration:

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