Sturmwelten

Sturmwelten - Jenseits der Drachenküste

von Christoph Hardebusch
Rezension von Stefan Cernohuby | 04. Dezember 2010

Sturmwelten - Jenseits der Drachenküste

In einer Welt, in der sich die wichtigsten Begebenheiten auf Hoher See abspielen, sind es trotzdem nur selten die großen Admiräle, welche jene Entscheidungen treffen, die für die wahrhaft großen Veränderungen verantwortlich sind. Ganz im Gegenteil. Oft sind es einfache Kapitäne und manchmal sogar Freibeuter, die etwas bewegen. So auch im dritten Roman der Reihe "Sturmwelten" von Christoph Hardebusch, der den Titel "Jenseits der Drachenküste" trägt.

Schwarze Schiffe haben selten einen guten Ruf. Auch die "Todsünde" gehört in diese Kategorie. Mit seiner unbekannten aber von allen gejagten Ladung ist sie immer noch unterwegs. Doch Kapitänin Roxane und ihr geliebter (Ex-)Pirat Jaquento sind ihr dicht auf den Fersen. Allerdings dringen sie nun in einen Bereich vor, in den bisher noch niemand aus dem Reich Thaynric geschafft hat. Als Admiral Thyrane währenddessen aufdeckt, dass die Compagnie weit mehr Dreck am Stecken hat als erwartet und dies publik machen will, wird ihm ein Auftragsmörder geschickt. Nur dank der Unterstützung seiner beiden "Wilden" bleibt er am Leben. Die Ladung des schwarzen Schiffs ist also sogar so wichtig und mächtig, dass man bereit ist, einen Admiral dafür zu töten. Ein Grund für ihn, seine Anstrengungen, die Verantwortlichen auszuforschen, zu verdoppeln. Und dabei ist beinahe schon klar, dass er wieder auf Roxane stoßen wird. Doch auch der Dichter Frangio soll noch eine Rolle spielen. Ein überaus mächtiger Magier möchte vergangene Zeitalter neu erstehen lassen und benötigt dafür ebenfalls die geheimnisvolle Fracht - und einen Chronisten, der seine erfolgreiche Mission aufzeichnen soll. Die Jagd nach jener Fracht entscheidet sich unter den Augen des mächtigen Drachenkaisers...

Manche Reihen setzten sich in alle Ewigkeit fort. Doch nicht in diesem Fall. In "Jenseits der Drachenküste" findet der Haupthandlungsbogen der Reihe "Sturmwelten" fürs erste ein Ende. Ein fulminantes actionreiches Finale mit zahlreichen handelnden Personen, involvierten Parteien und mit viel Magie hat sich im Laufe der ersten Bände angekündigt und das implizit gegebene Versprechen wird auch eingehalten. Natürlich ist es von Vorteil, für dieses Finale auch die beiden ersten Bände der Reihe zu kennen. Grund dafür, es gibt eine ganze Heerschar an Charakteren die sich einem Quereinsteiger präsentieren würde. Doch auch für diesen Fall hat Christoph Hardebusch eine Antwort parat. Denn er stellt in einem eigenen Inhaltsverzeichnis die wichtigsten Persönlichkeiten vor, nach Partei geordnet. Die wichtigsten jener Personen gewinnt man im Laufe dieses Romans ziemlich lieb und nimmt ihnen auch ab, eine derartig gefährliche Aufgabe auf sich zu nehmen. So ist für jeden ein unterhaltsames und spannendes Leseerlebnis garantiert. Auch die relativ oberflächliche Behandlung der Bewohner des Reichs des Drachenkaisers fällt nicht allzu negativ ins Gewicht. Zudem hat sich der Autor die Rückkehr in sein erfolgreiches und beliebtes Universum offen gehalten.

Das Finale der Reihe "Stumwelten" von Christoph Hardebusch, das den Titel "Jenseits der Drachenküste" trägt, stellt im Vergleich zum direkten Vorgänger eine Steigerung dar. Die Handlung wird zielgerichteter, die Charaktere sympathischer und die verschiedenen Erzählfäden verdichten sich. So kann man das Werk nicht nur Kennern der Reihe, sondern auch Quereinsteigern empfehlen. Auch wenn Vorwissen bezüglich der ersten Bände empfehlenswert ist, kann man den gelungenen Abschluss der Trilogie allen Liebhabern von Fantasy auf hoher See und in fiktiven Gewässern wärmstens empfehlen.

Details

  • Serie:
  • Band:
    3
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    08/2010
  • Umfang:
    527 Seiten
  • Typ:
    Taschenbuch
  • ASIN:
    3453523989
  • ISBN 13:
    9783453523982
  • Preis:
    14 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gewalt:
  • Gefühl:
  • Erotik:
    Keine Bewertung

Könnte Ihnen auch gefallen: