Doctor Who, Doctor Who - Der zwölfte Doctor

Die Schule des Todes

von Robbie Morrison
Rezension von Stefan Cernohuby | 05. Dezember 2017

Die Schule des Todes

Schon für die eigenen Schüler ist eine Schule ein seltsamer Ort, dem man mitunter mit Misstrauen begegnet. Auch so mancher Lehrer hat Vorbehalte gegenüber verschiedenen Schulen. Doch da gibt es einen Mann, der schon einmal Hauswart an einer Schule war und dementsprechend vor kaum einer vergleichbaren Anstalt Angst hat. Oder etwa doch? In „Die Schule des Todes“ unternehmen der zwölfte Doctor aus „Doctor Who“ und Clara Oswald eine Exkursion an eine andere Schule als die Coal Hill.

Konkret ist es die Ravenscaur High School, die das Augenmerk des dynamischen TARDIS-Duos auf sich zieht. Denn eine Bekannte von Clara – ebenfalls Lehrerin – spricht kurz vor ihrem Verschwinden auf Claras Mobilbox. Während der Doctor sich gerade mit einigen Außerirdischen vergnügt, schleust sich Clara als Lehrerin in der Schule ein. Schnell stellt sie fest, dass einiges nicht stimmt. Die Schüler sind viel zu wohlerzogen, die Lehrer – bis auf einen anzüglichen Sportlehrer – viel zu strikt. Da muss der Doctor wohl oder übel Inkognito als alter Seebär ermitteln und sich mit Sonny, dem Schwertfisch verteidigen. Danach wird nicht nur eine Szene aus Assassins Creed näher erklärt, es gibt auch ein Wiedersehen mit sehr alten Bekannten.
Die zweite längere Geschichte beschäftigt sich mit Comics und dem durchbrechen der vierten Wand. Und auch hier gibt es ein paar Bekannte, die man wiedertreffen kann. Als kleiner Hinweis: In Comics ist alles zweidimensional.
Und zu guter Letzt gibt es noch eine Kürzestgeschichte, bei der der Doctor und Osgood einander in einer brenzligen Situation zur Seite stehen.

Mit einem Feuerwerk an Anspielungen und Gags beginnt das erste enthaltene Abenteuer. Da ist weder der Pangalaktische Donnergurgler heilig, noch einige Anspielungen auf das Marvel-Universum. Das zwischenzeitliche Maskottchen des Doctors mutiert zu einem Running Gat einer auch sonst gelungenen Handlung. Einige Fragen bleiben allerdings trotzdem offen. Wann die Geschichte angesiedelt ist, da der Doctor sowohl seinen „alten“ Schallschraubenzieher als auch seine Schallbrille zum Einsatz bringt, was in der Fernsehreihe niemals passiert ist – zumindest nicht gemeinsam mit Clara Oswald. Auch die Comic-Geschichte im Comic des Comics macht Spaß, während die enthaltene Kürzestgeschichte wohl nur ein Lückenfüller ist. Was kann man über die Illustratoren sagen? Nun ja, die Darstellung von Clara und dem Doctor ist zu weiten Teilen erkennbar, wobei man allerdings festhalten muss, dass die Zeichner der ersten beiden Geschichte Falten nicht unbedingt gerne darstellen. Das führt zwar über weite Strecken zu keinem Problem, es gibt aber doch einige wohl ikonisch gedachte Panels, in denen sowohl der (alte) Master, der dritte und der zwölfte Doctor mit komplett glatter Stirn dargestellt werden. Das ruft sicherlich einige Kritiker auf den Plan, stellt für uns aber kein Hindernis dar. Denn der Band selbst ist einfach gut.

„Die Schule des Todes“ ist eine der drei enthaltenen Geschichten im gleichnamigen vierten Band der Reihe „Doctor Who“, die sich um den zwölften Doctor dreht. Das bei Panini erschienene Werk geizt zwar etwas mit Falten in der Darstellung des Doctors, liefert dafür aber zwei unterhaltsame, witzige und spannende Storys, bei denen man auf bekannte Feinde trifft. Allen Fans kann man diesen Band daher wärmstens ans Herz legen.

Details

Bewertung

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