Batman/Deadpool

von Grant Morrison
Rezension von Stefan Cernohuby | 25. Februar 2026

Batman/Deadpool

Wenn man ein Comic-Event beginnt, muss dieses natürlich fortgesetzt werden. Doch während ein Charakter wie Deadpool zwar immer anders aussieht, ist er auf seltsame Art und Weise trorzdem immer er selbst. Batman dagegen existiert nicht nur in der DC-Variante eines Multiversums, er hat dabei unterschiedliche Identitäten und Persönlichkeiten. Auf eine zweite trifft nun Deadpool.

Wenn zwei Realitäten miteiander im Bett landen (in diesem Fall sogar buchstäblich) hat das auf ihre Charaktere Auswirkungen. Wenn dann auch noch mit dem Verstand der Charaktere herumgespielt wird, entwickelt sich die Situation umso komplizierter. Aber Batman und Deadpool kämpfen (mal miteiander, mal gegeneinander) um den letzten Funken geistiger Gesundheit sowie ihre Welt(en) zu retten. Und dabei werden schon mal alte Amalgam-Charaktere ausgegraben.
Die obersten Zauberer verschiedener Universen könnten nicht unterschiedlicher sein. Zumindest wenn diese Doctor Strange und John Constantine sind. Wer legt wohl wen aufs Kreuz und wer zieht den größeren Vorteil daraus?
Wolverines Töchter (oder Klone) haben seine Fähigkeiten geerbt. Dass jemand wie Nightwing, der absolut keine Superkräfte hat, sein Leben genauso in die Wagschaale des Guten wirft, erscheint Laura verwirrend. Doch das ist vermutlich auf ihre Väter zurückzuführen.
Weitere Kurzabenteuer im Heft erleben Hulk und Harley Quinn sowie Ms. Marvel und Static.

Deadpool sorgt für eine Achterbahn, egal in welchen Gefilden er sich herumtreit. Dass Batman vergleichsweise ruhig auf ihn reagiert, ist für ihn zutiefst schockierend – doch wenn man überlegt, wer seine Feinde sind (der Joker, der Riddler), dann weiß man, dass er sich schon viel Blödsinn anhören musste. Dass Dr. Fate nur zweite Geige hinter John Constantine spielen muss, wird ihm zwar sicher missfallen, tut der Handlung aber gut. Die Illustrationen der einzelnen Geschichten sind nicht überragend, aber guter Durchschnitt. Dort rangiert der Comic auch als Gesamtkomposition. Denn die Handlung ist sehr zerfastert, die einzelenen Segmente sehr fragmentarisch – dennoch machen sie Spaß. Wer schon früher Spaß an Marvel-DC-Crossovers hatte, kann sich hiermit bedenkenlos auseinandersetzen. Man darf nur nicht zu viel erwarten.

Der zweite Band von „Batman/Deadpool“ bringt wieder einmal Töten und Nichttöten auf aggressive Weise dazu, sich in die Haare zu bekommen. Trotz Masken. Viel Spaß aber keinerlei Tiefgang (abseits von Schwertern und Klauen) findet man im Heft und wird dabei gut unterhalten.

Details

Bewertung

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