Der kleine Major Tom

Wer rettet Ming und Hu?

Antolin Quiz
von Bernd Flessner, Peter Schilling, Stefan Lohr (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 14. Mai 2020

Wer rettet Ming und Hu?

Der kleine Major Tom und seine Freundin Stella haben schon manches Weltraumabenteuer erlebt: Sie sind zum Mond geflogen und zum Jupiter, sie haben sich in den Tiefen des Alls verflogen und ein Schwarzes Loch erforscht. Selbst Weihnachten haben sie auf der Raumstation mit ihrem eigenen Weihnachtsstern gefeiert. Nun hat sie der Weltraumalltag wieder, doch über Langeweile oder Eintönigkeit können die beiden Kinderastronauten nicht klagen. Denn dort oben über der Erde ist immer etwas los.

Zwei Taikonauten in Not

Das Schrillen der Alarmsirene reißt den kleinen Major Tom aus dem Schlaf. Die Internationale Raumstation wurde von Weltraumschrott getroffen und schwer beschädigt. Ein Teil der Astronauten muss zur Erde zurückfliegen, zwei Taikonauten, also zwei chinesische Raumfahrer, sollen für ein paar Tage bei Tom und Stella auf Space Camp 1 untergebracht werden. Tom holt sie mit dem Space Racer von der ISS ab. Gedanklich hat er sich bereits darauf eingestellt, das Kommando für diese Zeit an die Erwachsenen abzugeben. Doch er staunt nicht schlecht, als zwei Kinder an Bord des Space Racers kommen. Ming und Hu sind genau wie er Kinder von zwei Raumfahrern, die ihre Eltern auf eine Weltraummission begleiten. Gemeinsam verbringen sie eine aufregende Zeit auf Space Camp 1, beobachten Experimente und arbeiten Hand in Hand. Doch dann werde sie erneut zur ISS gerufen, um bei einigen Reparaturen zu helfen. Doch diese sind keineswegs ungefährlich…

Der kleine Major Tom: Wer rettet Ming und Hu?

Alltag auf der Raumstation

Nach vielen Abenteuern wird es bei Tom und Stella ruhiger. Sie verbringen wieder mehr Zeit auf der Raumstation und gehen dort ihren Forschungen nach. Langweilig wird selbst der Astronautenalltag nicht. Obendrein läutet ein Funkspruch schnell ein neues Abenteuer ein - und zwar eines das zeigt, dass kleine Unfälle im Weltraum große Probleme verursachen können.
Der Fokus dieser Geschichte liegt aber nicht nur auf diesem Abenteuer, es wird auch gezeigt, wie das Miteinander im Weltraum funktioniert. Mit Verlassen des Orbits verlieren die Grenzen unserer Länder ihre Bedeutung. Menschen unterschiedlicher Nationen arbeiten eng zusammen, gehen sich zur Hand, unterstützen sich und werden zu Freunden. Dort draußen im Weltall sind Grenzen, Nationalitäten unbedeutend und jeder hilft, wenn es nötig ist. Auch Tom und Stella. Sie bekommen die Gelegenheit mit Taikonauten, chinesischen Astronauten, für ein paar Tage zusammenzuleben. Auch wenn diese Zeit sehr kurz ist, werden die vier zu Freunden, lernen voneinander und arbeiten zusammen. Natürlich haben auch Ming und Hu einen kleinen Roboter dabei: einen Pandabären namens Nèng Nèng. So bekommt sogar Plutinchen Gesellschaft. Und auch unter Robotern hilft man sich gegenseitig. Nachdem Nèng Nèng keinen Ersatzakku hat, gibt ihm Plutinchen einen der ihren. Zum Glück hat sie zum letzten Weihnachtsfest ja ein paar mehr bekommen.
So entfaltet sich eine weitere tolle Weltraumgeschichte zwischen Wissensvermittlung und Unterhaltung. Begleitet wird alles von Stefan Lohrs Illustrationen. In gewohntem Stil fügt er seine Bilder in den Text ein, lässt Plutinchen und Nèng Nèng durch die Raumstation spazieren und die Kinder ihren Forschungen nachgehen. Mit den Bildern wird das Buch toll abgerundet und das Weltraumabenteuer noch aufregender.

Der kleine Major Tom: Wer rettet Ming und Hu?

Auf die Frage „Wer rettet Ming und Hu?“ gibt es natürlich eine ganz klare Antwort: Natürlich der kleine Major Tom, Stella und Plutinchen. Zusammen erleben die vier Menschenkinder und zwei Roboter eine aufregende Zeit im Weltraum, in der sie viel voneinander lernen können - aber auch wieder viel ihrer jungen Leserschaft vermitteln.

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