Captain America Megaband

Weltordnung

von Rick Remender, Carlos Pachero (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 27. Mai 2015

Weltordnung

Es ist nicht leicht ein Held zu sein. Besonders in Zeiten großer Umbrüche, politischer Umstürzen und Veränderungen auf gesellschaftlicher und persönlicher Ebene ist es besonders wichtig nicht nur blind Befehle zu befolgen, sondern sich selbst und seiner Moral verpflichtet zu sein. Besonders schwer fällt dies, wenn man eigentlich seine eigene Nation im Namen trägt. Von diesen und anderen Schwierigkeiten handelt der zweite Megaband von Captain America mit dem Titel "Weltordnung".

Jeder hat Grenzen, auch ein Supersoldat. Besonders wenn er auf jemanden trifft, dessen Überzeugung genauso groß ist, wenngleich auch auf Gehirnwäsche basierend. Als es ihm mit Hilfe anderer gelingt Nuke zu stoppen, stellt sich heraus, dass dieser nur Teil eines weit größeren und perfideren Plans war und dieser seinem ungeliebten Namen leider Ehre macht. Mit Hilfe einer gewaltigen Explosion wird ein Teilnehmer eines ehemaligen und fehlgeschlagenen Supersoldaten-Experiments befreit und unterstützt dabei einen anderen, noch schlimmeren Schurken. Irgendwie schafft es der Captain, diesen auch zu stoppen, jedoch auf Kosten seines Alters - er vergreist in den wenigen Augenblicken, in denen er mit diesem kämpft.
Darüber hinaus gibt es dann noch einen Kontakt mit einer Paralleldimension, in der ein Sohn von Steve Rodgers überlebt hat, in der jedoch auch leider einer der schlimmsten Gegner aller Zeiten immer noch existiert - der ehemals dem dritten Reich angehörige Anim Zola. Und letztlich ist auch noch die Frage offen, wer die Rolle des Captains übernimmt...

Es ist nicht so einfach, einem der größten Helden eines Universums immer größere Hindernisse in den Weg zu legen und ihn letztendlich an sich selbst und seinem Pflichtbewusstsein zerbrechen zu lassen. Doch dem Captain ist in allen Jahren seiner Existenz schon viel zugestoßen, so auch diesmal. Er wird, auf die eine oder andere Weise, wieder gestärkt aus dem ganzen Schlamassel hervorgehen. Der Band selbst, sowohl vom Standpunkt der Geschichte aus, als auch aus der visuellen Perspektive, ist sehr gut gelungen - obwohl man mit den Charakteren, besonders mit dem Protagonisten mitleidet. Die Illustrationen sind ohnehin makellos und dem Werk angemessen. Lediglich die Naivität und die Wankelmütigkeit einiger Nebencharaktere könnte ein wenig unglaubwürdif wirken. Allen Fans, welche die enthaltenen Geschichten noch nicht besitzen, kann man diesen Band trotzdem nur ans Herz legen.

Wie der Titel Megaband schon suggeriert, enthält der zweite zu Captain America, "Weltordnung", eine ganze Menge Geschichten. Auch wenn sie eher negative Stimmung verbreiten und auch den Protagonisten nicht gerade heil zurücklassen, ist das Werk dank seiner Handlung und den Illustrationen dennoch sehr empfehlenswert. Jeder Fan sollte hier unbedingt zugreifen.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
    Keine Bewertung
  • Humor:
    Keine Bewertung
  • Gewalt:
  • Gefühl:
  • Erotik:
    Keine Bewertung
  • Illustration:

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