Die Flüsse von London

Autowahn

von Ben Aaronovitch, Andrew Cartmel, Lee Sullivan (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 18. Februar 2019

Autowahn

Ben Aaronowitsch ist hauptsächlich bekannt für seine Reihe „Die Flüsse von London“. Im Rahmen dieser Reihe ist nun auch eine Graphic Novel entstanden, die den Namen „Autowahn“ trägt. Schön illustriert und mit den Charakteren der Reihe versucht das Werk, sowohl Kenner als auch Quereinsteiger zu begeistern. Ob das gelingt, wollten wir uns näher ansehen.

Viele Menschen haben Pläne, doch manchmal macht ihnen der Tod einen Strich durch die Rechnung. Und in noch selteneren Fällen ist dabei etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen. Peter Grant gehört zu einer Spezialtruppe namens Falcon, die übernatürliche Interventionen in London untersuchen und dabei die Polizei unterstützt. Und so findet er diesmal heraus, dass ein Auto offenbar seinen Besitzer getötet hat. Die Spur führt in die Werkstatt und zu einem Mechaniker, der Ersatzteile eines anderen Autos verbaut hat. Doch das ist der erst Anfang. Denn mit Inspektor Nightingale betritt ein weiterer Romancharakter das Parkett. Dieser ist der letzte offiziell gemeldete Zauberer Englands und hat den Verdacht, dass der Grund für die Ereignisse viel länger zurückliegt und nicht allein auf ein Auto zurückzuführen ist. Und damit hat er auch recht…

Die Geschichte des Werks wurde nicht allein von Ben Aaronowitch geschaffen, ihm zur Seite stand Andrew Cartmel. Die Illustrationen stammen vom keineswegs unbekannten Lee Sullivan. Die Stimmung, die dabei herauskommt ist gleichermaßen spannend wie ironisch und ein wenig gruslig. Darüber hinaus macht die Geschichte richtig Appetit darauf, sich mit der Hauptreihe zu beschäftigen. Selbst wenn man diese nicht kennt, sind die Ingredienzien sehr gut aufeinander abgestimmt. Eine Organisation von geheimnisvollen Anzugträgern mit übernatürlichen Fähigkeiten, die Morde aufklärt, dabei aber nicht immer restlos sauber bleibt, ist genauso gut abgeschmeckt wie die Mischung aus seltsamen, teils altmodischen und teils einfach nur abgedrehten Charakteren. Allen Kennern kann man das Werk daher ohnehin nur ans Herz legen. Fans von dunklen, mysteriösen aber doch etwas amüsanten Fantasy-Romanen können hier ebenfalls zugreifen.

Ben Aaronowitch und Andrew Cartmel haben mit „Autowahn“ eine Geschichte in der Welt von „Die Flüsse von London“ erzählt, die sowohl für Kenner als auch für Neueinsteiger bestens geeignet ist. Das von Lee Sullivan illustrierte Werk fängt Stimmung, Charaktere und Umgebung einfach perfekt ein und macht dem Leser Lust darauf, sich auch (wieder) mit der Hauptreihe zu beschäftigen. Etwas, das auch wir in Betracht ziehen.

Details

Bewertung

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  • Illustration:

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