Secret Warriors

Gott der Furcht, Gott des Krieges

von Jonathan Hickman
Rezension von Stefan Cernohuby | 11. Oktober 2010

Gott der Furcht, Gott des Krieges

Nicht jeder, der für eine Sache einsteht, tut dies auch öffentlich. Gerade in Zeiten, in denen eine öffentliche Meinung vorherrscht, die dem, was einem wichtig ist, stark widerspricht, empfiehlt es sich, im geheimen zu agieren. Dies ist auch eines der Themen im zweiten Band von "Secret Warriors", mit dem Titel "Gott der Furcht, Gott des Krieges". Dass diese Erzählung im Marvel-Universum angesiedelt ist, verschärft die Lage noch mehr.

Zuerst sieht alles wie ein gewöhnlicher Banküberfall aus. Eine bewaffnete Bande dringt ein, überwältigt die Wachen und setzt sich mit dem Geld ab. Allerdings war es keine gewöhnliche Bank und ebenso wenig ein gewöhnliches Überfallkommando. Denn Drahtzieher war Nick Fury, der Geld für sein neues Team benötigt.
Auch John Garret ist ein geheimer Krieger und vielleicht sogar mehr als die meisten anderen. Während Nick Fury und sein Team den meisten Gegnern bekannt sind, ist der Cyborg für so gut wie jeden ein unbeschriebenes Blatt.
Mittlerweile ist bekannt, dass Ares einen Sohn hat. Dass dieser allerdings trotz seiner Jugend für die Gegenseite (also Nick Fury), arbeitet, ist für manchen sicher eine Überraschung. Und doch stehen dem jungen Göttersohn Aufgaben auf mehreren Ebenen bevor – eine davon ist jene der Götter.

Wer sich schon ein wenig mit dem Marvel-Universum beschäftigt hat, weiß, dass es dort eine Menge Götter, Helden und auch als Geheimagenten fungierende Superwesen gibt. Deren Vorgehensweise ist etwas unterschiedlich zu jenem der großen Helden. Denn wenn der Hulk gegen den Sentry kämpft, bleibt das sicherlich nicht unbemerkt. Wenn aber ein falscher Nick Fury in einem dunklen Hinterzimmer irgendeiner Avenger-Basis gefoltert wird, ist das schon etwas ganz anderes.
So widmet sich der Band versteckt durchgeführten Aktionen, ohne aber ganz auf Action zu verzichten. Trotzdem ist mit dem vorliegenden Band storytechnisch nicht allzu viel anzufangen. Er bringt die Haupthandlung nicht wirklich voran und die Nebenhandlungen scheinen nicht wirklich relevant für das große Ganze. Dementsprechend ist der Comic nur all jenen zu empfehlen, die wirklich alle Bände von „Dark Reign“ ihr Eigen nennen wollen.

Jonathan Hickman zeigt sich für den zweiten Band der Reihe „Secret Warriors“ verantwortlich, der den Untertitel „Gott der Furcht, Gott des Krieges“ trägt. Doch leider kann das Werk nicht restlos überzeugen. Zu wenig wird die Handlung vorangetrieben. Dementsprechend kann der Comic sich nicht über den Durchschnitt erheben. Fans können aber trotzdem bedenkenlos zugreifen.

Details

Bewertung

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    Keine Bewertung
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