Atlan: Monolith

Planet der Silberherren

von Uwe Anton
Rezension von Stefan Cernohuby | 18. Februar 2010

Planet der Silberherren

Edelmetalle haben Menschen schon immer fasziniert. Das hat eigentlich keinen besonderen Grund, abgesehen von ihrer Korrosionsbeständigkeit und der Tatsache, dass sie beispielsweise in Münzform besonders schön glänzen. In ferner Zukunft muss schon etwas Beeindruckendes passieren, dass ein einfaches Element wie Silber wieder zu größeren Ehren kommt. Ein neuer bei Fanpro erschienener "Atlan"-Roman trägt nun den Titel "Planet der Silberherren". Im ersten Band des Monolith-Zyklus scheint daher Silber sehr wichtig zu sein.

Zuerst aber geht es ordentlich zur Sache. Lordadmiral Atlan, der Chef der USO, sieht keine andere Möglichkeit als die IMASO zu zerstören und ist dazu bereit, sein eigenes Leben zu opfern. Als er in den Maschinenraum stürmt, um mit seinem Kombistrahler eine Kettenreaktion auszulösen, wird er schon erwartet. Die Besatzung und zahlreiche Kampfroboter haben bereits die Waffen im Anschlag und warten nur auf einen Fehler seinerseits. Ein Fehler, den Atlan macht - woraufhin er getötet wird.
Doch dabei bleibt es nicht. In mehreren unterschiedlichen Situationen stirbt eine Person, die offensichtlich halb Atlan, halb jemand anders ist. Währenddessen erzählt eine derzeit noch unbekannte (offensichtlich leicht gestörte) Person einem gewissen Rion alles, was er erlebt. Erst knapp vor der Hälfte des Buchs geht die Handlung erst richtig los. Atlan und Agent Santjun sind geheimnisvollem Silberschmuck auf der Spur, welcher offensichtlich lebensverlängernd wirkt. Handelt es sich um einen schlechten Scherz von ES, einen geologischen Zufall oder etwas völlig anderes? Die durch Geistestrübungen und unterschiedliche Perspektiven unterbrochene Geschichte steuert zum einen zur Machtbasis der Silberherren, welches zum anderen aus einem silberfarbenen Monolithen zu beruhen scheint.

Es gibt Geschichten, die genial sind und es gibt grundsätzlich geniale Erzählungen, bei denen es etwas an der Ausführung hapert. "Planet der Silberherren" fällt leider eher in die zweite Kategorie. Den halben Roman kämpft man sich durch falsche Erinnerungen, unterschiedliche Persönlichkeiten und dazwischen liegende Gesprächsfragmente, bevor man das Gefühl hat, dass die Handlung endlich in Gang kommt. Atlans Ankunft am Planeten und Nachforschungen lesen sich dann schon um einiges einfacher und gegen Ende fühlt man sich ein wenig versöhnt, geht das Buch doch Stilecht zu Ende. Leider reicht das insgesamt aber nicht um den Leser zu fesseln. Zu kompliziert geschrieben, ja beinahe konfus wirkt die erste Hälfte des Romans, auch wenn ein bekannter, beliebter und sehr vielseitig begabter Mausbiber im Buch vorkommt. Wer sich daran erfreut, auch bei komplexen Abläufen, die Realität und Illusion völlig miteinander verschmelzen lassen, trotzdem den Überblick behalten zu können, dem kann "Planet der Silberherren" empfohlen werden. Auch hartgesottene Atlan-Fans werden in jedem Fall zugreifen. Gelegenheitslesern, die das "Perryversum" ab und zu besuchen, um wieder einmal seine Charaktere und Welten zu treffen, kann dieser Roman allerdings nicht empfohlen werden.

Der neueste im Fanpro-Verlag erschienene Roman, welcher der erste Band des neuen Monolith-Zyklus sein soll, trägt den Titel "Planet der Silberherren". Verfasst wurde er von Uwe Anton. Leider erweist sich dieses Werk als sehr verwirrend und kompliziert geschrieben, was selbiges nicht gerade zu einem der besten Romane der ""Perry Rhodan"-Auskopplung macht. Hier werden wohl nur die fanatischsten Fans auf ihre Kosten kommen.

Details

  • Autor/-in:
  • Band:
    1
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    10/2008
  • Umfang:
    347 Seiten
  • Typ:
    Taschenbuch
  • ISBN 13:
    9783890641782
  • Preis:
    9 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gewalt:
    Keine Bewertung
  • Gefühl:
    Keine Bewertung
  • Erotik:
    Keine Bewertung