Atlan X

Die Prophezeiung von Sais

von Hans Kneifel
Rezension von Stefan Cernohuby | 07. Februar 2011

Die Prophezeiung von Sais

Zu jeder Zeit wird gerne über die Zukunft gesprochen. Man glaubt, das Eintreten künftiger Ereignisse vorausahnen zu können, indem man sie dem Kosmos in irgendeiner Form entringen kann. Dies wird sehr oft Prophezeiung genannt. Auch in der Reihe "Atlan X" ist nun ein weiterer Roman erschienen, der den Titel "Die Prophezeiung von Saïs" trägt. Auch für dieses Werk zeigt sich Hans Kneifel verantwortlich. Man darf gespannt sein, ob das Vertrauen des Verlags gerechtfertigt ist.

Wieder einmal ist es soweit. Der unsterbliche Kristallprinz Atlan wird von seinem getreuen Roboter Rico aus dem Tiefschlaf geholt. Denn seltsame Ereignisse haben dessen Interesse geweckt. Allem voran existiert eine Prophezeiung, die vom Kommen eines weißen Kriegers berichtet, der das "Helle Volk" aus der Sklaverei befreien soll, welche Aufmerksamkeit erregt. Und Atlan wäre nicht jener Arkonide, den die Fans kennen und lieben gelernt haben, wenn er sich bei einer solchen Neuigkeit wieder zum Schlafen hingelegt hätte. So nimmt er die Rolle eines Händlers an, gibt sich den wenig kreativen Namen Atlantos und baut aus dem Nichts eine Organisation auf, die ihresgleichen sucht. Zudem schwingt er sich dank kluger Aussagen, Jahrhunderten Kampferfahrung und dem geschickten Einsatz seines Psychostrahlers schnell zu einem wichtigen Berater des regierenden Pharaos. Doch wie soll Atlan mit den tatsächlich in Sklaverei lebenden Angehörigen des "Hellen Volkes" umgehen? Eine Befreiung mit den Mitteln der damaligen Zeit wäre nicht nur ein Mammut-Unternehmen und sehr gefährlich sondern auch eher eine Frage von Jahren als von Wochen. Doch Zeit ist etwas, das für einen relativ unsterblichen Mann nur eine untergeordnete Rolle spielt. Und so beginnt er seine Aktionen vorzubereiten...

Wenn man Hans Kneifels Arbeiten eines nicht vorwerfen kann, ist es mangelnde Detailverliebtheit. Das ist ein Wesenszug, der auch schon in den bisherigen "Atlan X"-Romanen deutlich wurde. Auch dieses Mal findet man jede Menge Einzelheiten in "Die Prophezeiungen von Saïs" und verliert sich an manchen Stellen schon in äußerst ausführlichen Beschreibungen von Situationen oder Umgebungen. Interessant ist auch, dass Atlan schon längst einen Plan zu haben scheint, obwohl weder der Leser noch er selbst überhaupt wissen können, worauf eine Gesamtsituation hinauslaufen könnte. Und doch stellt der aktuelle Band im Vergleich zu den bisherigen "Atlan X"-Romanen eine Steigerung dar. Während sich die Handlung im Kreta-Zyklus zum Teil bis ins Unerträgliche hingezogen hatte, kann man hier nun einen relativ klar umrissenen Handlungsbogen verfolgen. Auch wenn das Buch sich nicht als übertrieben genial präsentiert, kann man sich dennoch auf eine spannende und unterhaltsame Reise ins sechste Jahrhundert vor Christus freuen. Liebhaber der "Atlan"-Reihe und des gesamten "Perry Rhodan"-Universums dürften auch mit dem ersten Roman des so genannten Tamaran-Zyklus ihre Freude haben. Leser, die generell ihre Probleme mit Hans Kneifels blumigen Schreibstil haben, sollten aber besser ihre Finger von diesem Werk lassen.

Der Titel des neusten Romans aus der Reihe "Atlan X" trägt den Titel "Die Prophezeiung von Saïs". Auch diesmal ist Hans Kneifel der verantwortliche Autor. Doch im Gegensatz zu seinem Kreta-Zyklus liest sich der Erstling des neuen Tamaran-Zyklus relativ flüssig. Obwohl es sich um kein Meisterwerk handelt, bietet das Werk doch gute Unterhaltung und einige augenzwinkernde Action. Fans der Reihe können daher wieder einmal bedenkenlos zugreifen.

Details

  • Autor/-in:
  • Serie:
  • Band:
    4
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    09/2010
  • Umfang:
    300 Seiten
  • Typ:
    Taschenbuch
  • ASIN:
    3890648207
  • ISBN 13:
    9783890648200
  • Preis:
    10 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gewalt:
  • Gefühl:
  • Erotik:

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