Batman, Spawn

Batman/Spawn


Todeszone Gotham
von Todd McFarlane, Greg Capullo (Illustrator*in)
Rezension von Gabriel Zupcan | 12. Oktober 2023

Batman/Spawn

Dunkelheit gegen Finsternis. Rächer gegen Höllendämon. Zwei Helden, die Edgyness verkörpern, verdunkeln mit ihren gruseligen Capes den Horizont. Batman trifft auf Spawn. Greg Capullo zeichnet es, Todd McFarlane schreibt es. Ein Gipfeltreffen auf allerhöchstem Niveau.

Crossover zwischen verschiedenen Comic-Verlagen, wo Helden aus verschiedenen Universen aufeinandertreffen, sind eine aufregende Angelegenheit. Immer wieder wird in Fan-Foren oder auf Cons diskutiert: Wer könnte wen besiegen, was würde passieren, was würde gesagt werden? Alle Fans haben ihre Lieblinge und die Argumente reichen von wissenschaftlich anmutenden Analysen bis zu reinen Flame Wars, wo die Emotionen für das Hobby eskalieren. Wie gut, dass die Verlage solche hypothetischen Treffen immer wieder real werden lassen. Im Falle von Batman und Spawn ist es nicht das erste Mal, aber das erste Mal seit 1994. Schon ein Weilchen her. 1994 war die hohe Zeit von Spawn. Während Batman in den 80ern eine Evolution zu einem grimmen Rächer durchmachte, der inmitten von überbordender Gewalt und Wahnsinn knallhart Gerechtigkeit durchsetzte, stellte er gleichzeitig die Weichen für eine neue Art von (Anti)-Held. Todd McFarlane, der zuvor bei Marvel auch Spider-Man auf düstere Pfade geführt hatte, gründete einen neuen – von den zwei Superhelden-Giganten – unabhängigen Verlag: Image Comics. Das Flaggschiff wurde ein neuer, von McFarlane erfundener Superheld, höllischer Natur. Al Simmons, ehemaliger Special Forces Soldat, wurde verraten, schrecklich entstellt, ermordet und in der Hölle schließlich als mit Superkräften strotzender Dämon auf die Erde zurückgeschickt.: Spawn. McFarlane verpasste seinem Helden einen unglaublich coolen Look: das dämonisch-majestätische Cape, die schwarz-weiße Maske und die glühenden, grünen Augen. Der Style konnte es definitiv auch mit DC Comics Aushängeschild Batman aufnehmen. Im Gegensatz zum Ehrencodex des dunklen Ritters, folgt Spawn als höllischer Rächer der Antihelden-Regel der 90er: Feinde werden gnadenlos gekillt, möglichst auf eine grafische Art und Weise. Echte Edgelords der 90er konnten so ihre Konkurrenten mühelos übertrumpfen. Du liest Batman? Das ist was für kleine Kinder, das kennt jeder. SPAWN, der killt seine Gegner wirklich. Außerdem kann man dadurch seinen guten Geschmack und Kenntnisse der Comics-Welt beweisen. Batman kannte spätestens nach 1989 sogar meine Oma. Spawn ist im Gegensatz zum unverwüstlichen Bruce Wayne jedoch irgendwann ein wenig in der Versenkung verschwunden, um jetzt wieder aufzutauchen. Todd McFarlane, der zuvor bei Marvel auch Spider-Man auf düstere Pfade geführt hatte, gründete einen neuen – von den zwei Superhelden-Giganten – unabhängigen Verlag: Image Comics. Das Flaggschiff wurde ein neuer, von McFarlane erfundener Superheld, höllischer Natur. Al Simmons, ehemaliger Special Forces Soldat, wurde verraten, schrecklich entstellt, ermordet und in der Hölle schließlich als mit Superkräften strotzender Dämon auf die Erde zurückgeschickt.: Spawn. McFarlane verpasste seinem Helden einen unglaublich coolen Look: das dämonisch-majestätische Cape, die schwarz-weiße Maske und die glühenden, grünen Augen. Der Style konnte es definitiv auch mit DC Comics Aushängeschild Batman aufnehmen. Im Gegensatz zum Ehrencodex des dunklen Ritters, folgt Spawn als höllischer Rächer der Antihelden-Regel der 90er: Feinde werden gnadenlos gekillt, möglichst auf eine grafische Art und Weise. Echte Edgelords der 90er konnten so ihre Konkurrenten mühelos übertrumpfen. Du liest Batman? Das ist was für kleine Kinder, das kennt jeder. SPAWN, der killt seine Gegner wirklich. Außerdem kann man dadurch seinen guten Geschmack und Kenntnisse der Comics-Welt beweisen. Batman kannte spätestens nach 1989 sogar meine Oma. Spawn ist im Gegensatz zum unverwüstlichen Bruce Wayne jedoch irgendwann ein wenig in der Versenkung verschwunden, um jetzt wieder aufzutauchen. McFarlanes Crossover Version der beiden Rächer schließt nicht an die beiden Crossover aus den 90ern an, es beginnt eine eigene Story, die sich um den Rat der Eulen dreht. Es scheint, dass hier der Grundstein für eine mögliche Fortsetzung gelegt wird. Wir kamen noch nie in den Genuss einer Kooperation zwischen den Erzfeinden von Batman und Spawn, die ebenfalls ein nennen wir es – clownesker – Touch vereint. Es wäre sicherlich aufregend das zu lesen. Vor allem wenn es wieder von Capullo blutrünstig illustriert wird.

Echte 90er Edgyness. Blut, Capes und Ketten. Die einfache Story stört nicht. Im klassischen Heftformat ist kein Platz für mehr. Panini macht den Band mit dem Albumformat höchst sammelbar und von der Qualität her dem Original überlegen.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gewalt:
  • Illustration:

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