Monopoly Junior

Monopoly Junior: Planes

von Winning Moves
Rezension von Stefan Cernohuby | 30. März 2014

Monopoly Junior: Planes

Schon bevor Disneys Planes im Kino gestartet waren, war eines klar: Nicht nur die Herzen der Kinder würden dem Film wie die titelgebenden Flugzeuge entgegen fliegen, auch die Marketing-Maschinerie würde gewaltig abheben. Im Nachhinein betrachtet ist dies schon längst passiert und "Planes" sind beinahe so omnipräsent wie "Cars". Allerdings gibt es noch einige Lücken in der Abdeckung, die aber schnell aufgefüllt werden. So gab es beispielsweise bis jetzt kein Monopoly-Spiel zu dem Thema. Eine Lücke, die Winning Moves geschlossen hat.

In der Reihe Monopoly Junior ist nun ein neues Kinderspiel ab fünf Jahren zum Thema Planes erschienen. Ein Spiel, das wir uns gerne ansehen wollten.
Gleich beim Auspacken und beim Zusammensetzen der Spielfiguren kristallisieren sich einige positive Details heraus. Zum einen, die notwendige Montage beschränkt sich auf ein Minimum, zum anderen, das Spiel kommt auch mit einer sehr überschaubaren Menge an Material aus, inklusive der Anleitung, die gerade einmal eine zusammengefaltete Doppelseite lang ist.
Das Spielfeld ist wie das klassische Monopoly aufgebaut. Allerdings gibt es nur Felder mit Charakteren aus dem Film Planes, Wettfliegen (ein Äquivalent zu den Ereigniskarten) und ein Feld "Preisgeld", bei dem man verfügbares Geld gewinnen kann.
Wert gibt es nur einen, nämlich Treibstoff. Gefängnis, Freiparken, Los und "Gehe in das Gefängnis" sind die gleichen wie in den meisten Varianten.
Das Spielprinzip ist denkbar einfach. Jeder würfelt mit einem sechsseitigen Würfel und bewegt seine Spielfigur rund um das Spielfeld. Kommt er auf einem Planes-Charakter zu stehen, muss er diesen kaufen - der Preis wird als Zahl neben einer Tanksäule auf der Karte angezeigt, die bis zu diesem Zeitpunkt auf dem gleich aussehenden Feld auf dem Spielfeld liegt. Sofort wird ein Hangar errichtet, der die Zugehörigkeit des Charakters zum jeweiligen Spieler illustriert. Kommt man nun auf das Charakterfeld eines anderen Spielers, muss man den gleichen aufgedruckten "Preis" in Kerosin an den ihn zahlen. Man darf auch Charaktere verkaufen und andere kaufen, die Anzahl der eigenen Karten ist allerdings durch die Anzahl der Hangars, die man bauen kann, beschränkt. Gewonnen ist das Spiel, sobald einem der Mitspieler der Sprit ausgeht...

Und hier ist auch schon der einzig wirkliche Kritikpunkt des Spiels, die klassische Monopoly-Krankheit. Denn wenn man nur zu zweit spielt und das Spiel einigermaßen ausbalanciert über die Bühne geht, können sich zwei Spieler weitgehend so neutralisieren, dass das Spiel ewig lang weitergeht. Bei mehr Spielern ist die Gefahr hier kaum mehr gegeben, da es immer jemanden gibt, der schon zu Beginn Pech hat. Eine unserer Testpartien war bereits nach drei Los-Umrundungen beendet. Insgesamt präsentiert sich Monopoly Junior kurzweilig, auch bereits für Vierjähre geeignet und letztendlich spannend genug, um kleine Spieler doch für zwanzig bis dreißig Minuten am Spieltisch festzuhalten, bevor wieder etwas anderes interessanter ist. Die Spielfiguren selbst sind einfache Papp-Aufsteller, welche die Charaktere Dusty, El Chupacabra, Ripslinger und Ishani zeigt. Die gleichen Charaktere gibt es auch auf dem Spielfeld zum Kaufen. Das hat das eine oder andere Mal zu etwas Missfallen geführt, wenn Junior, der Ripslinger gespielt hat, nicht in der Lage war, selbigen zu kaufen. Und ja, natürlich gibt es bei einem Spiel wie Monopoly - ausgenommen man vereinbart etwas anderes - immer nur einen Gewinner, was am Ende zum Missfallen einzelner junger Spieler führen kann. Aber das ist ein Punkt, mit dem man einfach leben muss. Das wirklich einfache Spielsystem, das nur einen Wert für Kauf und Miete besitzt, kann nach Bedarf noch ein wenig angepasst werden, falls sich das Spiel zu sehr in die Länge zieht. So wird empfohlen, die "Mietpreise" doppelt so hoch wie die Kaufpreise anzusetzen, wenn man alle Charaktere einer Farbe besitzt. Ein Konzept das zwar aufgeht, jedoch ein wenig brutal ist und bei mehreren Spielern den ersten Opponenten mitunter bereits in der dritten Runde ausscheiden lässt.
Insgesamt kann man das Spiel als sehr gelungen bezeichnen. Weder lässt die Optik lässt zu wünschen übrig, noch ist das Konzept zu kompliziert für die kleinen Spieler. Für junge Planes- und Disneyfans ist das Monopoly Junior Planes ohnehin ein Kauf, bei dem man als Eltern gar nichts falsch machen kann.

Monopoly gibt es für die unterschiedlichsten Altersgruppen und mit den unterschiedlichsten Thematiken. Die Variante Monopoly Junior Planes hat dabei eine sehr klar definierte Zielgruppe: Kinder die vom Film und Spielzeug von Planes begeistert sind. Und genau für diese Gruppe ist das Spiel bestens geeignet. Weder ist es zu kompliziert, noch werden zu viele Materialen benötigt. Wenn man es schafft, das Problem des Zwei-Spieler-Ewigspiels zu umschiffen - oder besser noch, zu umfliegen, ist das Spiel allen Eltern nur zu empfehlen.

Details

  • Autor/-in:
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    10/2013
  • Umfang:
    diverse Spielmaterialien
  • Typ:
    Spiel
  • Altersempfehlung:
    5 Jahre
  • ASIN:
    B00BUZ5EQY
  • GTIN:
    4035576043010
  • ISBN 13:
    4035576043010
  • Spieldauer:
    30-60 Minuten

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Spieltiefe:

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