Young X-Men

Young X-Men 2

von Marc Guggenheim
Rezension von Stefan Cernohuby | 10. Januar 2010

Young X-Men 2

Eine jüngere Generation hat es nicht einfach, wenn die ältere aus Über-Vorbildern besteht. So ist es nicht verwunderlich, dass man als vermeintlicher Nachfolger von Legenden in das eine oder andere Fettnäpfchen tritt oder sogar spektakulär scheitert. Der X-Men Sonderband "Young X-Men 2" setzt genau an dieser Stelle an, nämlich nach einer großen Niederlage.

Die jungen X-Men, die von Scott Summers trainiert und angeführt werden, haben einen großen Fehler gemacht. Als Donald Pierce, der Mutanten hassende Cyborg, in die Rolle von Scott Summers schlüpft und die Nachwuchshelden in einen Kampf gegen die Bruderschaft der Mutanten führt, stirbt ein Mitglied der Truppe, nämlich Wolf Cub. Einige Teammitglieder fühlen sich dafür verantwortlich, andere machen wieder Teamkollegen verantwortlich. Nicht gerade die beste Stimmung für Superhelden. Doch im Hintergrund gibt es noch andere Probleme. Ein Verräter befindet sich unter ihnen, und er ist nicht einmal ein Mutant. Zudem werden einige Aktionen der Gegenwart fatale Auswirkungen auf die Zukunft haben, so viel soll schon einmal verraten werden. Können Wolverine, Storm und einige andere der „Alten Garde“ den jungen Wilden auf die Sprünge helfen oder steht die nächste tödliche Niederlage unmittelbar bevor?

Schon von Seiten des Autors und der Charaktere selbst, wird die Aufgabe der jungen X-Men klar definiert. Sie sind Kanonenfutter, das beinahe ohne Training eingesetzt werden und sich nützlich machen soll. Früher hätte es das nicht gegeben, wird so mancher argumentieren. Das stimmt. Aber früher gab es auch noch Charles Xavier und viele andere. Man merkt, wieder einmal ist nicht völlig klar, in welcher Ausprägung des Marvel-Universums der Band angesiedelt ist. Auch die Zukunft, in der Wolverine als leicht gealtert und Storm als etwas älter dargestellt werden, ist eher fragwürdig. Zweifellos ist die Geschichte interessant und hat ein relativ offenes Ende. Trotzdem kann sie nicht vollends überzeugen. Zu ungewöhnlich reagieren die Charaktere, zu verschwenderisch wird mit dem Mutantenmaterial umgegangen. Zudem erweisen sich einige Persönlichkeiten als sehr naiv und ebenso übertrieben idealistisch. Somit ist das Werk eher nur Fans zu empfehlen.

Marc Guggenheim und einige andere zeigen sich verantwortlich für „Young X-Men 2“. Doch trotz einiger guter Ideen kann der Comic leider nicht völlig überzeugen. Es fehlen die Hintergründe für die aktuelle Situation und auch die Charaktere sind nicht immer glaubwürdig. Daher ist das Werk eher nur Fans der X-Men und des kompletten Marvel-Universums zu empfehlen.

Details

  • Autor/-in:
  • Serie:
  • Band:
    2
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    10/2009
  • Umfang:
    164 Seiten
  • Typ:
    Taschenbuch
  • GTIN:
    419150331695102
  • Preis:
    16,95 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gewalt:
  • Gefühl:
  • Erotik:
    Keine Bewertung
  • Illustration:
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