Schwarz 2 und Weiß 2

Pokémon Schwarz 2 und Weiss 2, Band 1

von Hidenori Kusaka, Satoshi Yamamoto (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 28. Februar 2018

Pokémon Schwarz 2 und Weiss 2, Band 1

Wenn das Wort Pokémon fällt, denkt in der Regel jeder an die beiden Hauptcharaktere der Fernsehserie: den jungen Trainer Ash und sein Lieblingspokémon Pikachu. Dazu gibt es nicht nur die Reihe im Fernsehen, Kinofilme und zahlreiche Videospiele. Es gibt auch Comics, also Mangas, die junge und ältere Fans lesen können. Und davon handeln nicht alle von den beiden genannten Charaktere, so wie beispielsweise die neue Reihe „Pokémon – Schwarz 2 und Weiß 2“.

Der charmante Schwarzy ist nicht nur ein begabter Pokémon-Trainer an der renommierten Trainerschule. Tatsächlich ist er der jüngste Agent der Internationalen Polizei und besitzt bereits mit zwölf Jahren den Rang eines Inspektors. Etwas, das sein neuer Partner zuerst gar nicht akzeptieren will. Doch dann stellt sich heraus, warum dem so ist. Denn der junge Mann ist ein deduktives Genie. Er geht Spuren nach, reagiert in Krisensituationen besonnen und routiniert und versucht dabei permanent, sich mit der neuen Schülerin Weissy anzufreunden, was sowohl dieser, als auch den anderen jungen Damen in seinem Umfeld ziemlich missfällt. Und das ist kein Wunder, denn sie gehört im Geheimen zu Team Plasma, jenem mysteriösen Team, das alle Pokémon von ihren Besitzern befreien will. Und so geraten die beiden in große Gefahr, nicht nur im Kampf gegen eigentlich ausgestorbene Pokémon.

Schwarzy hat charakterlich einen großen Unterschied zu Ash. Er ist einfach in allem überlegen und gewissermaßen der perfekte Trainer – und das, obwohl er bis dato nur ein Pokémon sein Eigen nennt. Er ist auch der perfekte Ermittler und ein unglaublicher Charmeur, die einzige Person, von der sein einnehmendes Wesen bisher abprallt ist jene Weissy. Das hat natürlich seinen Grund. Hier gibt es eine spannende Ausgangssituation, mit einem Widersacher, dem offensichtlich seine wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Erfolg seiner bösen Pläne gehen. Und Schwarzy ist ein Meister der Verstellung, der nur sehr wenig Emotion zeigt. Zum Glück müssen wir hier kein psychologisches Profil erstellen, das wenig schmeichelhaft ausfallen würde, sondern nur den Unterhaltungswert der Geschichte beurteilen. Und dieser ist gegeben. Auch jüngeren Lesern gefällt das Werk, auch wenn sie nicht alles von der Handlung verstehen. Aufgrund des Übercharakters Schwarzy gibt es aber Abzüge in der B-Note.

Der erste Band der neuen Reihe „Pokémon – Schwarz 2 und Weiß 2“ von Hidenori Kusaka und Satoshi Yamamoto ist actiongeladen, investigativ und konfrontiert den Leser mit einem absoluten Perfektionisten als Protagonist. Das ist der einzige Grund, warum wir das Werk, das spannend und unterhaltsam ist, ein wenig schwächer beurteilen müssen. Denn ein derartiger Übermensch und -trainer wäre nicht notwendig gewesen.

Details

Bewertung

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