Imperial Commando

Die 501.

von Karen Traviss
Rezension von Stefan Cernohuby | 04. März 2010

Die 501.

So wie bei einzelnen Individuen gibt es auch bei gewissen Gruppen "Überlebenskünstler". Obwohl sie sich mit den schwierigsten Problemen auseinandersetzen müssen, gelingt es ihnen irgendwie zu bestehen und zu überleben. Eine solche Truppe ist die 501. Legion im "Star Wars"-Universum. Diese, ihr Wandel und eine neue Erzählung sind nun Thema des Romans "Die 501.".

Die Republik ist mittlerweile die alte Republik. Imperator Palpatine verstärkt seinen Griff über alle Welten die ihm Untertan sind. Vor allem strebt er danach, seine alten Erzfeinde restlos auszuschalten. Denn es gibt immer noch Jedi, die sich auf fernen Welten verstecken. Egal ob sie versuchen dem Imperium Widerstand zu leisten oder nicht, man hat sie als potentielle Störenfriede identifiziert, die schlicht und einfach ausgelöscht werden müssen. Diese Aufgabe ist nun größtenteils der 501. Legion übertragen worden. Die Besten der Besten, genauer gesagt die besten Kommandosoldaten, werden für diese Aufgabe abgestellt. Die beiden Soldaten Darman und Niner gehören dieser Einheit an und fühlen sich zunehmend zwischen Pflichterfüllung und Moral hin und her gerissen. Commander Melusar ist eindeutig ein Fanatiker, der jeden Machtnutzer töten will. Insgeheim birgt dies eine Problematik in sich, da die beiden Soldaten wissen, dass auch der Imperator als Sith ein solcher ist. Darman, der sogar ein Kind gemeinsam mit einer Jedi hat, wird zunehmend von der Propaganda seines Anführers vereinnahmt. Währenddessen quartieren sich in der Nähe dieses Kindes, auf dem Planeten Mandalore, immer mehr Jedi ein. Etwas, was den Mitgliedern der 501. aufgrund ihrer Berufung und ihres Berufes nicht gefällt...

Karen Traviss zeigt sich für diesen Roman in der Reihe "Imperial Commando" verantwortlich. Sie greift sowohl Erzählfäden aus der "Clone Wars"-Romanreihe auf, als auch solche aus anderen indirekten Vorgängerromanen. Insgesamt nimmt die Handlung zum Teil aber doch eine andere Wendung als man denkt. Denn die zahlreichen ausgebrannten Jedi, die keinen Widerstand leisten und sowohl ihre Ideale als auch ihre Hoffnung verloren haben, zeigen ein ziemlich trauriges Bild vom einstigen strahlenden Jedi-Orden. Und jene spielen auch nicht die Hauptrolle in diesem Drama, sondern - wie der Titel schon sagt - die Soldaten der 501. Legion. Trotzdem ist der Titel des Buchs ein wenig irreführend. Denn auch wenn sich die meisten der Hauptpersonen in dieser Einheit befinden, geht es keineswegs um selbige, sondern vielmehr um das Schicksal bestimmter Persönlichkeiten, die in dieser Truppe ihren Dienst verrichten. Zwar werden mehrere Jedi von Soldaten gestellt und eliminiert, im Zentrum des Geschehens stehen allerdings mehr die moralischen Probleme, die einige von ihnen haben. Denn auch wenn man ein Klon ist, kann man einiges an Erfahrung gewinnen. Jeder Soldat, der schon unter den Jedi gedient hat, hat irgendwann gelernt, über den Tellerrand hinauszublicken. Und genau das bereitet ihnen Probleme...
Insgesamt hat das Werk zwar einige Stellen vorzuweisen, die man auch etwas knackiger und kürzer gestalten hätte können, ist aber trotzdem insgesamt lesenswert und allen Fans von "Star Wars" nur zu empfehlen.

Die 501. Legion im Universum von "Star Wars" hat drei unterschiedliche Regierungssysteme überlebt. Ein guter Grund, ihr und ihren Angehörigen einen eigenen Roman zu widmen. Karen Traviss hat diese Aufgabe leidlich gut erfüllt und einen spannenden und unterhaltsamen Roman geschrieben, der auch einige moralische Probleme behandelt. Trotz einiger langatmiger Passagen werden "Star Wars"-Fans definitiv auf ihre Kosten kommen.

Details

  • Autor/-in:
  • Band:
    4
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    12/2009
  • Umfang:
    538 Seiten
  • Typ:
    Taschenbuch
  • ASIN:
    3833219351
  • ISBN 13:
    9783833219351
  • Preis:
    12 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Gewalt:
  • Gefühl:
  • Erotik:
    Keine Bewertung

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