Backgammon - Modell 1731

von Philos
Rezension von Stefan Cernohuby | 18. Februar 2010

Backgammon - Modell 1731

Für die meisten Brettspiele, die in jüngerer Zeit erschienen sind, ist ein Autor oder ein Verlag verantwortlich. Doch es gibt auch Spiele, deren Wurzeln sich so weit zurückverfolgen lassen und sich dabei noch so weit verästeln, dass man über den wahren Ursprung kaum mehr eine Aussage treffen kann. So auch im Fall von Backgammon. Sowohl im antiken Ägypten als auch im römischen Reich gab es ähnliche Spiele. Im Jahr 1743 wurden die Regeln quasi festgelegt, um danach nur noch einmal merklich geändert zu werden. Von diesem uralten Spiel bringt der Philos Verlag regelmäßig formschöne und exklusive Versionen heraus. Wir haben hier die Nummer 1731 vorliegen - ein Spiel mittlerer Größe in anthrazitfarbenem Kunstleder.

Die Spielregeln von Backgammon sind zwar sicherlich den meisten Leuten bekannt, sie sollen aber der Vollständigkeit halber hier kurz noch einmal zusammengefasst werden. Spieler mit schwarzen und weißen (zumindest in dieser Version) Steinen, die auf vier verschiedenen Stellen - sogenannten Points - verteilt sind, haben das Ziel, die Steine in ihr eigenes Heimfeld zu bringen und von dort aus vom Spielfeld herunter. Bewegt werden die Steine jeweils durch zwei Würfel. Bei diesen kann man sich entscheiden, ob man einen Stein zweimal bewegt oder zwei Steine um die Summe eines einzelnen Würfels. Damit es etwas spannender wird, hat man die Möglichkeit gegnerische Steine zu schlagen, so lange sie sich allein auf einem der zwanzig Points befinden. Von eigenen Steinen dürfen sich beliebig viele auf jedem Feld befinden. Würfelt man einen Pasch, zählt dieser doppelt. Das bedeutet, wenn man einen Dreierpasch hat, kann man seine Steine viermal drei Felder weiterbewegen. Gewonnen hat derjenige, der als erster seine 15 Steine vom Spielfeld gebracht hat.
Das transportable Backgammon-Set 1731 von Philos ist mit anthrazitfarbenem Leder verkleidet und besitzt zwei Schnappverschlüsse. Auf grauem Velour-Inlett befinden sich schwarz und weiß eingelegte Points - im deutschen Sprachgebrauch oft auch als "Zungen" bezeichnet. Sowohl die Spielsteine als auch die Würfel besitzen einen sogenannten Pearl-Effekt - das heißt, wie wirken ein wenig wie Perlmutt. Auch die beiden Würfelbecher sind stabil, außen mit Leder überzogen und innen weich mit Stoff bespannt.

Über den Spielmechanismus lässt sich nichts Kritisches sagen, denn wenn ein Spiel seit hunderten Jahren in nahezu unveränderter Form gespielt wird, ist es eigentlich über jeglichen Zweifel erhaben. Hierzu kann man eigentlich nur noch bemerken, dass mit der Philos Version 1731 sowohl die klassische Variante von Backgammon, als auch jene mit der Möglichkeit die Punkte zu verdoppeln, die in den 1920ern erfunden wurde, möglich sind.
Der Koffer, in dem das Backgammon-Spielfeld eingearbeitet ist, ist schon von außen betrachtet hervorragend verarbeitet. Weder am Leder, noch an den Nahten oder gar am Griff findet man irgendwelche Verarbeitungsfehler. Jeder Faden ist genau dort wo er hingehört. Mit einem satten Schnappen öffnet man die Schnallen und betrachtet das Innenleben des Koffers. Bis auf einige wenige Fussel, die offensichtlich bei der Anpassung der Points (Zungen) übrig geblieben sind, kann man keine Mankos finden. Auch die Kästen, in denen man die vom Spielbrett gebrachten Steine bringen kann, wirken in ihrer schwarz glitzernden Verkleidung großartig. Die Würfelbecher sind ebenso toll gemacht. Sie besitzen das Gleiche Design wie der Koffer. Anthrazitfarben mit weißer Naht. Die Innenfarbe entspricht dagegen exakt dem Stoffbezug des Spielfeldes. Auch die Steine machen sich sehr gut. Sie liegen angenehm in der Hand - nicht zu leicht, nicht zu schwer - und auch die akustische Note beim an- oder aufeinanderlegen passt. Zu guter Letzt kann man sich noch die Würfel ansehen. Diese besitzen die gleichen Farbeigenschaften wie die Steine, glitzern dabei aber vielleicht etwas mehr.
Insgesamt bleibt zu sagen, dass es bei dem bei Philos erschienenen "Backgammon-Koffer 1731" um ein hervorragendes Erzeugnis handelt. Die rundum gelungene optische Gestaltung gepaart mit seiner Funktionalität im Spiel, ist mehr als angenehm anzusehen. Man freut sich richtig, wenn man das Objekt zu einer Partie öffnet. Auch der Preis, der ungefähr bei 30 Euro liegen dürfte, erscheint angemessen und keinesfalls zu hoch.
Somit muss man feststellen, dass jedem, der noch kein transportables Backgammonbrett besitzt und sich ein formschönes und ansehnliches Exemplar wünscht, bei diesem nur zugreifen kann. Hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis in jedem Fall.

Sucht man ein optisch ansprechendes transportables Backgammonbrett, das nicht zu viel kosten soll und gleichzeitig gut zu bespielen ist, kommt man an den Exemplaren von Philos kaum vorbei. Das uns vorliegende Modell 1731 hat alle Erwartungen mehr als erfüllt und kann daher nur empfohlen wer

Details

  • Autor/-in:
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    02/2008
  • Umfang:
    diverse Spielmaterialien
  • Typ:
    Spiel
  • ASIN:
    B00143RVK4

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
    Keine Bewertung
  • Spieltiefe:
    Keine Bewertung
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