Ich bin Groot

von Christopher Hastings, Flaviano Armentaro (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 08. April 2018

Ich bin Groot

Es gibt sehr wortkarge Helden. Manche sagen in ganzen Filmen kein Wort, andere in Serien mit vielen Staffeln nur ein einziges Wort, dafür dieses immer wieder. Und dann gibt es da noch einen Helden, bekannt für eine mittlerweile zweiteilige Comicverfilmung, der immer nur einen Satz sagt, jedoch in den verschiedensten Facetten des Tonspektrums. Auch der uns nun vorliegende Comic trägt den gleichen Satz: „Ich bin Groot.“

Es gibt sehr wortkarge Helden. Manche sagen in ganzen Filmen kein Wort, andere in Serien mit vielen Staffeln nur ein einziges Wort, dafür dieses immer wieder. Und dann gibt es da noch einen Helden, bekannt für eine mittlerweile zweiteilige Comicverfilmung, der immer nur einen Satz sagt, jedoch in den verschiedensten Facetten des Tonspektrums. Auch der uns nun vorliegende Comic trägt den gleichen Satz: „Ich bin Groot.“

Groot ist aktuell noch ziemlich kleinwüchsig und zeigt nicht den Willen dazu, wieder zu einem mächtigen Baumwesen weiterzuwachsen. Im Gegensatz dazu ist sein Wunsch Abenteuer zu überleben überproportional gestiegen. So steuert er das Schiff seiner Gefährten kurzerhand in eine Raum-Zeit-Anomalie. Und als diese das Schiff wenden und wieder zurück in den Normalraum fliegen, katapultiert er sich mit einer Rettungskapsel von Bord. Auf einem fremden Planeten gestrandet, versteht ihn erst einmal niemand – kein Wunder, wenn man immer nur von sich behauptet, Groot zu sein. Auf der Suche nach einem Übersetzungscomputer stolpert er direkt in eine politische Intrige und trifft viele sehr wandelbare und sehr hungrige Kreaturen. Doch Groot hat eine unnachahmliche und unaufhaltsame Weise, er findet Freunde und mischt sich in einen Streit zwischen planetarem Administrator und Verwalter ein. Und dank verschiedener Zeitanomalien gibt es sogar mehr als nur einen Groot.

Doch kann mehr als nur ein Groot eine Handlung im Alleingang – oder Gleichschritt – retten? Nicht wirklich. Und in diesem Fall ist der Trip des Protagonisten so etwas wie ein psychedelischer Ausflug in eine LSD-getränkte Fantasiewelt. Groot stört das aufgrund seines Charakters nicht allzu sehr, der Leser ist jedoch nicht immer so erfreut. Zwar gibt es die eine oder andere Stelle wo die Situationskomik ausreicht, um ein Lächeln ins Gesicht des Lesers zu zaubern, insgesamt bleiben jedoch sehr viele Fragen offen und der angesprochene Leser relativ ratlos zurück. Der Band ist jetzt auch nicht wirklich geeignet, um sich mit dem Charakter von (Baby-)Groot besser vertraut zu machen, denn was er tut, ist nicht unbedingt maßgeblich oder vergleichbar mit anderen Abenteuern. So kann man das von Christopher Hastings geschriebene und von Flaviano gezeichnete Werk nur wirklichen Hardcore-Fans empfehlen. Wir sind zwar Groot, aber...

Leider kann „Ich bin Groot“ nicht wirklich überzeugen. Zwar weiß man anhand des Titels nicht unbedingt, was einen erwartet, den vorliegenden, psychedelischen Inhalt jedoch vermutlich nicht. Christopher Hastings und Flaviano haben hier einen Ausflug in eine andere Dimension erschaffen, den manche Leser vermutlich genauso wenig glauben würden, wie die Guardians of the Galaxy. Daher können wir dieses Werk nur fanatischen Groot-Fans empfehlen.

Leider kann „Ich bin Groot“ nicht wirklich überzeugen. Zwar weiß man anhand des Titels nicht unbedingt, was einen erwartet, den vorliegenden, psychedelischen Inhalt jedoch vermutlich nicht. Christopher Hastings und Flaviano haben hier einen Ausflug in eine andere Dimension erschaffen, den manche Leser vermutlich genauso wenig glauben würden, wie die Guardians of the Galaxy. Daher können wir dieses Werk nur fanatischen Groot-Fans empfehlen.

Details

Bewertung

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