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Squirrel Girl

Squirrel Girl - Der Teufel ist ein Eichhörnchen

von Ryan North, Erica Henderson (Illustration)
Rezension von Stefan Cernohuby | 27. Juni 2016

Squirrel Girl - Der Teufel ist ein Eichhörnchen

In Universen von Superhelden werden immer wieder Kämpfe ausgefochten. So haben die meisten Helden schon gegen so gut wie alle Bösewichte gekämpft. Doch es gibt eine Person, bei der alle Schurken bleich werden, wenn sie ihren Namen hören. Denn diese eine Person hat sie alle das Fürchten gelehrt und ist einfach unschlagbar. Um wen es sich dabei handelt? Spider-Man, den Hulk oder Thor? Falsch, es geht um das unschlagbare Squirrel Girl!

Wer? Ja, genau: Squirrel Girl! Sie besitzt die proportionalen Kräfte und die Schnelligkeit eines Eichhörnchens, kann mit selbigen sprechen und hat stets ihre Gefährtin Tippy-Toe, ein Eichhörnchen mit rosafarbener Schleife, bei sich. Da sie noch lange nicht ausgelernt hat, möchte sie nun das College besuchen und bekommt es dort mit einer strickenden, Katzen liebenden Mitbewohnerin zu tun. Und auch gleich mit Kraven dem Jäger, der sich beinahe an Tippy-Toe vergreift. Als sie sich mit ihrer bürgerlichen Identität Doreen Green Hals über Kopf in ihren Studienkollegen Tomas Lara-Perez verliebt, ahnt sie nicht, dass er ebenfalls mit Tieren sprechen kann – wenn auch einer anderen Gattung. Doch zuvor muss sie noch auf eine größere Bedrohung reagiere, denn die Erde wird von Galactus angegriffen, der sich diesmal erfolgreich vor allen tarnt, außer vor Eichhörnchen. Allerdings hat sie vorher noch eine Begegnung mit Whiplash und einer Bande Bankräuber. Endlich schafft sie es zur Auseinandersetzung mit Galactus – immer begleitet von ihren Sammelkarten zu Deadpools Superschurken-Führer. Squirrel Girl muss noch einige weitere Herausforderungen meistern. Geschichten über sie werden erzählt, sie mischt bei den Avengers mit und letztendlich muss sie sich mit Asen und dem Eichhörnchen Ratatöskr auseinandersetzen, das die Welt ins Chaos stürzen will. Beinahe jede Seite wird von Deadpool aus dem Off kommentiert.

Eines kann man zu „Squirrel Girl“ gleich im Vorfeld sagen: ernst ist anders. Das wird schon durch die Deadpool-Sprüche, die Deadpool-Sammelkarten, die Handlung als solche und nicht zuletzt durch den völlig anachronistischen und absichtlich unästhetischen Zeichenstil des Comics klar. Und doch funktioniert „Der Teufel ist ein Eichhörnchen“. Gerade der abstruse Plot, die unsinnigen Helden, die alle mit Tieren sprechen können, und nicht zuletzt die Tatsache, dass Squirrel Girl offenbar nicht verlieren kann, sind sehr reizvoll. So steht die Protagonistin am Schluss mit einer limitierten Sammelkarte von Galactus – inklusive Jobangebot als Herold, einer Freundschaft mit Thor und Odinssohn (komplizierte Geschichte) und einer Menge neuer Siege gegen Bösewichte da. Wem das nicht gefällt, ist entweder DC-Fan oder will lieber „ernsthafte Comcis“ sehen. Alle anderen werden von diesem Werk bestimmt gut unterhalten.

„Der Teufel ist ein Eichhörnchen“ lautet der Titel eines vermutlich einmaligen Comic-Abenteuers von „Squirrel Girl“. Die Heldin mit den Eichhörnchen-Kräften muss nicht nur studieren und die Welt vor Galactus retten, sie wird von Ryan North auf skurrile Abenteuer geschickt, die von Erica Henderson absichtlich im Retro-Design illustriert wurden. Wer Satire und Humor mag, wird auch mit diesem Comic keinen Fehler machen. Lediglich DC-Fans und Verfechter von ernsten Comics sollten hiervon die Finger lassen.

Details

Bewertung

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