Lach mal, kleiner Schmollmops

von Lucy Astner, Alexandra Helm (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 15. Juni 2021

Lach mal, kleiner Schmollmops

Es gibt diese Tage, da ist man einfach schlecht gelaunt. Da liegt einem etwas quer im Magen und man kann einfach nicht lächeln. Solche Tage dürfen sein, keiner kann immer fröhlich sein. Dumm nur, wenn ausgerechnet an diesem Tag ein Familienfoto gemacht werden soll, auf dem man fröhlich aussehen soll.

Ein Familienfoto für Opa

Opa Mops hat Geburtstag und seine Familie will ein besonders schönes Foto für ihn machen lassen. Nur der kleine Schmollmops hat keine rechte Lust immer fröhlich zu sein. Während alle lächeln, sitzt er mit einem schmollenden Gesichtsausdruck da. Kein Problem, verkünden seine Freunde das Eichhörnchen, die Katze, der Vogel, der Igel, das Kaninchen und die Maus. Sie alle kennen Tricks, mit denen man jemanden ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Doch beim kleinen Schmollmops gelingt das einfach nicht. So sitzt er dann doch mit mürrischem Gesichtsausdruck inmitten seiner Mops-Verwandtschaft, während das Foto aufgenommen wird. Und dann geschieht etwas Unerwartetes, dass dem kleinen Mops ein Lächeln ins Gesicht zaubert…

Lach mal, kleiner Schmollmops

Manchmal mag man einfach nicht Lächeln

Wer kennt das nicht? An manchen Tagen liegt einem etwas schwer im Magen, drückt etwas aufs Gemüt und man bringt einfach kein Lächeln über die Lippen. Solche Tage dürfen natürlich sein, denn niemand kann immer fröhlich gucken. Und genauso geht es dem kleinen Schmollmops in dieser Geschichte. Kinder können sich gut in ihn hineinversetzen, haben sie es doch schon selbst erfahren, wie es ist, wenn man auf Knopfdruck lächeln soll. Ebenso haben sie es schon erlebt, wenn Familienmitglieder sich jede erdenkliche Mühe geben, um mit Albernheiten ein Lächeln hervorzuzaubern. Beim Schmollmops sind das seine Freunde, die es nacheinander mit unterschiedlichen Tricks probieren. An diesen Stellen durchbricht die Autorin die 4. Wand und lädt die Kinder ein, mitzumachen. Sie sollen kitzeln, Grimassen schneiden, schief singen und manches mehr. Das ist eine witzige Idee, die Kinder stärker an das Bilderbuch fesselt. Dabei wiederholt sich der Ablauf immer wieder: Eines der Tiere kommt, muntert den kleinen Mops auf, bei dem verzieht sich mal der linke, mal der rechte Mundwinkel zu einem Lächeln, doch immer, wenn man meint, jetzt ist der Schmollmops kein Schmollmops mehr, sacken die Mundwinkel wieder nach unten und der kleine Mops ist verstimmt. Bis zum Schluss, an dem man aufgegeben hat, an dem man einsieht, dass nicht jeder immer lachen kann, da passiert es. Was? Das verraten wir nicht, nur so viel: Kinder werden herzhaft darüber lachen. Die Auflösung ist einfach großartig gelungen.
Getragen wird die Geschichte von farbenfrohen und liebenswerten Illustrationen. Sie sind großflächig und in ihrem Mittelpunkt sitzt stets der kleine Hund. Mit seinen runden Kulleraugen blickt er uns traurig, schmollend entgegen. Er ist nicht wütend, er ist nicht bockig, nein er ist traurig. Etwas berückt ihn, wie man deutlich an den Illustrationen erkennen kann. So runden die Bilder das Buch gekonnt ab und tragen die Geschichte zum jungen Lesepublikum.

Lach mal, kleiner Schmollmops

„Lach mal, kleiner Schmollmops“ ist nicht nur eine Aufforderung, sondern auch der Titel eines charmanten Bilderbuchs. Dieses erzählt von Tagen, an denen man einfach kein Lächeln über die Lippen bringt, von missgestimmten (Tier-)Kindern und guten Freunden, die einen aufzuheitern versuchen. Darüber hinaus lädt das Buch seine kleinen Leser*innen dazu ein, mitzumachen und zu helfen, dem kleinen Mops ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Ein wirklich liebenswertes Bilderbuch für Kinder ab drei Jahren.

Details

Bewertung

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