Lesezug

Otto Oktopus spielt Verstecken

Antolin Quiz

1. Klasse
von Ruth Anne Byrne, Herwig Holzmann (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 02. Juli 2021

Otto Oktopus spielt Verstecken

Mit Freunden spielen, gemeinsam Lachen und Spaß haben - daran haben auch Tierkinder viel Freude. So kommt es, dass unter Wasser jede Menge los ist, doch nicht immer ist das Spiel der Tiere ungefährlich. Davon erzählt Ruth Anne Byrne Erstleser*innen in ihrem abenteuerlichen Kinderbuch.

Otto kann sich am besten verstecken

Tief unten im Meer lebt der Oktopus Otto. Gemeinsam mit seinen Freunden spielt er am liebsten Verstecken. Zuerst ist Otto mit dem Suchen dran. Während er zählt, schwimmen seine Freunde in ihre Verstecke. Schnell hat Otto sie gefunden. Nun sucht Krabbe Kira und endlich kann sich Otto verstecken. Darin ist er ein wahrer Meister, denn er kann seine Farbe wechseln und so mit seiner Umgebung mühelos verschmelzen. Während des Spiels beobachtet Otto, wie Muräne Mara auftaucht und es auf seine Freunde abgesehen hat. Schnell schwimmt er zu ihnen und versteckt sie unter seinen acht Armen. Ob er Mara täuschen kann?

Otto Oktopus spielt Verstecken

Charmante Erstlesegeschichte

Ruth Anne Byrne erzählt hier eine charmante und verspielte Geschichte für Leseanfänger. Als Setting wählte sie die bunte Unterwasserwelt und platzierte in ihr vier Freunde: Oktopus, Seepferdchen, Krabbe und Rochen. Sie spielen gemeinsam und haben viel Spaß. Etwas, in dem sich Kinder wiedererkennen können, denn auch sie haben Freunde, mit denen sie lustige Sachen zusammen unternehmen.

Hier also sind es vier Unterwasserbewohner, die zunächst Verstecken spielen. Mit diesem Spiel bringt die Autorin aber nicht nur einen Unterhaltungsfaktor in die Geschichte, sie erzählt den Kindern unterschwellig auch von den Eigenschaften der Tiere. Die verstecken sich dort, wo sie aufgrund ihres Aussehens nicht so schnell entdeckt werden können. Besonders deutlich wird dies schließlich bei Otto Oktopus, der sich dank seiner Fähigkeit gar nicht richtig verstecken muss. Die Fähigkeit die Farbe seiner Umgebung anzunehmen, hat der Oktopus aber aus gutem Grund. Wenn Feinde kommen, können sie ihn nicht so leicht erkennen. Und eben diese Fähigkeit ist es am Ende, die ihn und seine Freunde vor der gefährlichen Muräne rettet.

Das Buch richtet sich an Erstleser der 1. Klasse und ist demzufolge geradlinig und sehr einfach erzählt. Sehr unterstützend und motivierend ist, dass die Kapitel sich steigernde Textlängen haben. So beginnt das Buch zunächst mit einer Zeile pro Seite und steigert sich von Kapitel zu Kapitel auf drei Zeilen hoch. Das motiviert Kinder natürlich. Sie merken zum einen, dass der Text leicht zu erfassen ist, können im Verlauf ihre Fähigkeit langsam ausbauen. Gerade für Erstklässler sind solche Erfolgserlebnisse sehr wichtig. Denn Lesen lernen ist nicht einfach und braucht am Anfang viel Motivation. Die finden sie in diesem Buch auf jeden Fall. Daneben unterstützt aber auch eine große Fibelschrift, übrigens in österreichischer Erstleseschrift gehalten, und ein hoher Illustrationsanteil. Die Bilder stammen von Herwig Holzmann. Sie sind bunt und lebendig, wie das Meer. Gleichzeitig setzt die Illustratorin Details und Figuren sehr bewusst ein, um die Bilder nicht zu überladen. So werden Kinder zwar unterhalten, aber nicht vom eigentlichen Text abgelenkt.

Otto Oktopus spielt Verstecken

Der Lesezug braust durch die Unterwasserwelt und hält mit „Otto Oktopus spielt Verstecken“ ein lustiges Abenteuer für Erstleser*innen bereit. Dank der geradlinig und einfach erzählten Handlung, der großen Fibelschrift und den großflächigen Illustrationen können Kinder hier erste Leseerfahrungen sammeln und werden motiviert, ihre Lesefähigkeiten auszubauen.

Details

Bewertung

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