Gute Nacht, kleiner Bär!

von Sylvia Tress, Carola Sieverding (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 28. Oktober 2021

Gute Nacht, kleiner Bär!

Wenn der Abend gekommen ist und die Nacht leise anklopft, dann heißt es für alle Kinder Schlafanzug anziehen und ab ins Bett. Natürlich wird das oft von der Aussage begleitet, dass man noch gar nicht müde ist. Wie gut, wenn man dann eine Vorlesegeschichte hervorholen kann, in dem genau dieses abendliche Ritual mit einem anderen Kind beschrieben wird, vielleicht sogar mit einem Tierkind.

Es ist Schlafenszeit

Es war ein aufregender Tag für den kleinen Bären, doch nun ist es Zeit, ins Bett zu gehen. Der kleine Bär zieht sich seinen Schlafanzug an, putzt sich die Zähne und krabbelt dann ins Bett. Aber halt, wo ist denn sein Lieblingskuscheltier? Ach, dort unterm Bett. Doch der kleine Bär kann immer noch nicht schlafen. Er hat Durst und wartet noch auf seine Gute-Nacht-Geschichte. Dann kann er endlich gut einschlafen.

Gute Nacht, kleiner Bär!

Pappbilderbuch mit Dreh

Diese liebevolle Gute-Nacht-Geschichte wurde interaktiv gestaltet und bindet die kleinen Zuhörerinnen und Zuhörer aktiv mit ein. Dafür gibt es auf jeder Doppelseite ein Drehelement, das die gezeigte Szene verändert und das im Text beschriebene herbeiführt. Diese Drehscheibe ist auch kinderleicht zu bedienen. Am unteren Ende befindet sich eine kleine Lasche, an der man ganz einfach ziehen kann. Schon verwandelt sich das Bild und lässt den kleinen Bären in seinen Schlafanzug schlüpfen oder die Zähne putzen.
Die Geschichte ist sehr nah am Kinderalltag erzählt. Dafür greift sie nicht nur klassische Stationen des Abendrituals auf, sondern zeigt auch die typischen Hinauszögerungsversuche der Kleinen. Dazu gehört neben der Suche nach dem Kuscheltier auch der plötzlich eintretende Durst am Abend. Liebevoll zeigen die Autorinnen dies in ihrem Buch und lassen die Bäreneltern ganz ruhig und entspannt reagieren. Dann ist es soweit, eine Gute-Nacht-Geschichte, ein letzter Gute-Nacht-Kuss und endlich wird geschlafen. Schade nur, dass man den kleinen Bären jetzt nicht auch schlafen sieht, sondern das Buch mit dem Kuss von Mama endet.
Der erzählende Text ist mit einfachen und klaren Worten geschrieben. Die ganzseitigen Illustrationen zeigen typische Abendstationen in vertrauten Zimmern. Hier sehen die Kleinen viele Dinge, die sie aus ihrem eigenen Zuhause kennen. Die Bilder sind mit vielen Details ausgestattet, aber nicht überladen. Damit wurde das tägliche Abendritual liebevoll in Szene gesetzt.

Gute Nacht, kleiner Bär!

Wenn die Nacht hereinbricht, heißt es bald schon „Gute Nacht, kleiner Bär!“. Im gleichnamigen Pappbilderbuch mit tollen Drehelementen können Kleinkinder das Abendritual nachspielen und einen kleinen Bären zu Bett gehen lassen. Ein tolles Pappbilderbuch, das unaufgeregt ein letztes Abenteuer erzählt und damit die Kleinen gut in den Schlaf begleitet.

Details

Bewertung

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