Internat der bösen Tiere

Die Falle

von Gina Mayer, Jonas Minthe (Sprecher/-in)
Rezension von Janett Cernohuby | 02. März 2021

Die Falle

Weltweit gibt es viele unterschiedliche Schulformen. Literarisch sind diese sogar noch abwechslungsreicher, besonders im Hinblick auf Standort, thematische Ausrichtung und vor allem Schüler. Gina Mayer ließ sich eine besondere Schule mit besonderen Schülern einfallen: ein Internat für gefährliche, böse Tiere. Im ersten Band lernten wir dieses kennen und natürlich auch die Hauptperson dieser Reihe. Manches Geheimnis wurde gelüftet, vieles blieb aber unbeantwortet. Was mag der zweite Band, der ebenfalls als Hörbuch erschienen ist, für uns bereithalten?

Ein gefährlicher Tauchkurs

Noël hat die Aufnahmeprüfung bestanden und ist nun ein Schüler am Internat der bösen Tiere. Doch seine ersten Unterrichtsstunden sind noch sehr anstrengend. Nicht etwa wegen dem darin vermitteltem Wissen, sondern der Art und Weise, wie die Unterrichtseinheiten abgehalten werden. Denn sie sind so ganz anders, als in seiner bisherigen Menschenschule. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten, etwa unangenehme Mitschüler. Noël hat derer drei: die Paviane. Sie scheinen einen Hass auf den Jungen zu haben, ohne dass sich Noël einer Schuld bewusst ist.
Gleichzeitig wartet eine besondere Unterrichtseinheit auf die menschlichen Schüler. Für sie findet ein spezieller Tauchkurs auf dem offenen Meer statt. Noëls Freude hält sich in Grenzen, denn er darf an dem Training nicht teilnehmen. Zu groß ist die Gefahr, dass sein Feind Uko ihm auflauert. Doch Noël gibt nicht auf. Er lässt nichts unversucht, um doch noch am Tauchkurs teilnehmen zu können. Dabei bringt er aber nicht nur sich leichtfertig in Gefahr, sondern auch seine Mitschüler.

Internat der bösen Tier: Die Falle

Tierisch-spannende Fortsetzung

Spannend und fesselnd geht es weiter. Gina Mayer knüpft mit ihrem zweiten Band dort an, wo der erste aufhört. Noël ist in der Schule aufgenommen worden, nimmt am Unterricht teil und versucht sich in sein neues Leben einzufinden. Dabei stellt er eines fest: manche Dinge ändern sich nie: Streit und Sticheleien unter Mitschülern sowie komplexer Lernstoff. Zum Glück steht ihm sein Zimmergenosse Taiyo zur Seite, in dem er mittlerweile einen guten Freund gefunden hat. Mit ihm kann er offen sprechen und seine Sorgen teilen. Dennoch lauert nach wie vor Gefahr, was man als Hörerschaft sehr deutlich in jedem Kapitel spürt. Spätestens das Tauchtraining erinnert uns wieder daran. Denn Verräter haben sich auf der Insel eingeschlichen und gehen äußerst skrupellos vor.
So präsentiert sich hier ein zweiter äußerst spannender Band rund um das geheime Internat, in dem Tiere menschenähnlich leben und sich eine eigene Kultur aufgebaut haben. Schnell ist man als Hörer, Hörerin im Geschehen drinnen und lässt sich von den neuen Entwicklungen mitreißen. Noëls Suche nach Informationen zu seiner Mutter geht weiter. Antworten wird man hier im zweiten Abenteuer aber noch nicht bekommen. Nein, dafür müssen wir zunächst mehr über Uko und seine Beweggründe erfahren. Denn der will den Jungen tot sehen, sich an ihm für das rächen, was seiner Mutter widerfahren ist. Von ähnlichen Motiven werden auch die Paviane getrieben, doch geschehen hier im Laufe der Handlung noch überraschende Wendungen.
Gesprochen wird dieser zweite Teil wieder von Jonas Minthe. Auch er ist zwischenzeitlich auf der Insel heimisch geworden und nimmt uns Hörerinnen und Hörer sofort mit. Wie im vorherigen Hörbuch versteht er es großartig, Spannung, Gefahr, Bedrohung aufkommen zu lassen. Aber auch die Einzigartigkeit der Insel, die Besonderheit dieser ungewöhnlichen Schule bringt er gut zum Ausdruck. So taucht man während des Hörens nicht nur ins Geschehen ein, sondern fühlt sich auf die Insel versetzt.

Internat der bösen Tier: Die Falle

Gefährlich und bedrohlich geht es im zweiten Hörbuch des „Internats der bösen Tiere“ zu, wo dieses Mal nicht nur Noël Gegner auflauern, sondern sich auch Verräter eingeschlichen haben. Gina Mayer lässt ihre Hörerschaft erneut in dieses einzigartige Setting eintauchen, das von Sprecher Jonas Minthe großartig in Szene gesetzt wurde.

Details

Bewertung

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