Juhu, LetzteR!

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Die neue Olympiade der Tiere
von Jens Rassmus
Rezension von Janett Cernohuby | 19. Mai 2020

Juhu, LetzteR!

Egal wo, es gibt immer diese Handvoll Leute, die jedes Mal gewinnen. Egal um welche sportliche Disziplin es geht, egal um welchen Wettstreit, immer sind sie an erster Stelle. Immer gewinnen sie, immer sind sie in allem der oder die Beste. Und genauso wie immer die gleichen ganz vorne landen, sind es ebenfalls die gleichen die stets die letzten Plätze belegen. Eigentlich langweilig, oder? Genau deswegen haben sich die Tiere für ihre Olympiade etwas Neues einfallen lassen.

Die Letzten werden die Besten sein

Jedes Jahr im Sommer veranstalten die Tiere eine große Olympiade. Voller Vorfreude versammeln sie sich auf der großen Wiese, obwohl der Ausgang der Wettkämpfe eigentlich ziemlich vorhersehbar ist. Immer gewinnen die gleichen Tiere, immer sieht man die gleichen Gesichter bei der Siegerehrung. So etwas wird irgendwann langweilig und so kommt es, dass der Elefant auf der Tribüne einschläft. Das wäre nicht weiter schlimm, würde er nicht von seinem Platz purzeln und alle Tiere mit sich reißen. So kann es nicht mehr weitergehen! Bei einer Olympiade vor Langeweile einzuschlafen, ist undenkbar. Also müssen neue Regeln her, neue Wettkämpfe - und die Zwergmaus hat auch schon eine prima Idee. In diesem Jahr sollen diejenigen gewinnen, die am schlechtesten in einer Disziplin sind…

Juhu, LetzteR!

Originelle Geschichte über die (un)glücklichen Verlierer

Ein Wettstreit macht in der Tat keinen Spaß, wenn die Gewinner im Vornherein feststehen. Wenn sich abzeichnet, dass ohnehin immer die gleichen gewinnen. Hinzu kommt, dass es für die übrigen Teilnehmer wenig motivierend ist, wenn sie schon vorabwissen, völlig chancenlos zu sein. Genau das ist auch die Ausgangssituation von Jens Rassmus herrlich komischer Geschichte. Er stellt das Prinzip des Gewinnens auf den Kopf (die Besten sind die Sieger) und führt auch gleich neue Disziplinen ein. Wettkämpfe bei denen es nicht um die klassischen Ziele geht, sondern bei denen von Anfang an feststeht, dass man schlecht sein muss. Schlechter als schlecht. Und so versuchen nun alle teilnehmenden Tiere ihr Möglichstes zu tun. Das ist gar nicht immer so leicht, wie man merken wird.
Die Geschichte ist herrlich komisch erzählt. Sie setzt die tollen, glänzenden Genies und Sportskanonen einmal zurück und rückt die in den Mittelpunkt, die sonst hinten stehen. Die vergessen und übersehen werden, weil sie nicht gut genug sind. Das ist aber Quatsch, denn jeder ist gut - nur hat eben jeder andere Talente. Damit wird es eine Geschichte für Verlierer, die hier die großen Gewinner sind.
Die Illustrationen vom Autor sind ebenfalls herrlich witzig und passen wunderbar zu der außergewöhnlichen Geschichte. Zudem sind sie in zwei verschiedenen Stilen gezeichnet. Es gibt sowohl die ganzseitigen, kolorierten Bilder, als auch die kleineren, zwischen den Texten platzierten Zeichnungen, die in schwarz-weiß gehalten sind. Das erinnert an den Stil früherer Kinderbücher, die ähnlich gestaltet waren.

Juhu, LetzteR!

„Juhu, LetzteR!“ ist eine Geschichte über die ewigen Verlierer, die nun zu Gewinnern werden. Turbulent und witzig erzählt Autor Jens Rassmus, dass zwischen Gewinn und Verlust oftmals nur Kleinigkeiten des Regelwerks stehen. Dreht man hier und da Voraussetzungen um, gehen die Medaillen plötzlich an ganz andere Wettstreitteilnehmer. Das bringt Leben, Abwechslung und jede Menge Humor in die ansonsten schon sehr festgefahrene Tier-Olympiade.

Details

  • Autor/-in:
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    02/2020
  • Umfang:
    64 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Altersempfehlung:
    5 Jahre
  • ISBN 13:
    9783707452372
  • Preis:
    16,95 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Humor:
  • Illustration:

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