Stunk in Waldstätten

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Ein Fall für Robin Spatz
von Melanie Laibl, Maria Karipidou (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 04. Mai 2018

Stunk in Waldstätten

Frische, saubere Luft genießen wir alle, doch spannendes ist an ihr nicht auszumachen. Oder etwa doch? Melanie Laibl findet, dass selbst saubere Luft ein gutes Thema für einen unterhaltsamen Krimi für kleine Leser ist. Und so hat sie sich eine Geschichte über schlechte Luft, eine angehende Detektivin und gemeine Übeltäter ausgedacht. Der Titel: "Stunk in Waldstätten".

Es stinkt im Luftkurort

Waldstätten ist ein kleines, idyllisches Städtchen, das für seine frische und saubere Luft bekannt ist. Dafür haben die Bürgermeister viel unternommen. Sie haben alle geruchsverursachenden Dinge verbannt und verboten. Nur noch ein paar von ihnen kann man im Museum für verbotene Gerüche erschnuppern. Dass es auch weiterhin so bleibt, hat sich Robin Spatz auf die Fahne geschrieben, vor allem jetzt wo Waldstätten der duftende Luftikus verliehen werden soll, ein Preis für den besten Luftkurort. Doch wenige Tage vor dem großen Ereignis passiert es. Es beginnt verdächtig zu riechen und seltsame Gestalten schleichen durch Waldstätten. Nun muss Robin all ihren Scharfsinn beweisen, um die Preisverleihung zu retten.

Dufter Krimi für kleine Geschichtenfreunde

Melanie Laibl hat mit ihrem Kinderkrimi eine im wahrsten Sinn des Wortes erfrischende Geschichte geschrieben. Die Handlung besticht durch ihre Originalität und begeistert Kinder sofort. Melanie Laibl gelingt es, Leser schnell in das Geschehen hineinzuziehen und sie ganz in die Szenerie eintauchen zu lassen. Die Geschichte ist für Kinder ab sieben Jahren gedacht, doch auch schon jüngeren kann das Buch vorgelesen werden. Zum Selberlesen für Leseanfänger ist es vielleicht noch etwas umfangreich. Auch die Schriftgröße und der Satzbau verlangen eine höhere Kompetenz von ihnen. Da aber Erstleser noch gerne vorgelesen bekommen, bietet sich das Buch auch gut zum gemeinsamen Lesen an.
Doch zurück zur Handlung. Sie ist zwar geradlinig aufgebaut, aber dennoch spannend und unterhaltsam. Zwischendurch mischt sich immer wieder ein feiner Witz ein, der das Buch gleich viel charmanter macht. Man begleitet Robin Spatz bei ihrer Detektivarbeit, geht Spuren nach und sammelt Hinweise. Dabei bekommt die junge Detektive Unterstützung von ihrer guten Freundin Nicoletta. Beide Charaktere sind sehr sympathisch und liebevoll gestaltet, wie auch die anderen Handlungsfiguren.
Begleitet wird die Geschichte von Maria Karipidous Illustrationen. Die leuchtenden, kräftigen Farben unterstreichen das erfrischende Grundthema. Liebevoll und charmant erzählen die Bilder die Handlung auf ihre Art nach und ergänzen den Text wunderbar.

"Stunk in Waldstätten" ist ein unterhaltsamer und erfrischender Kriminalroman für junge Leser. Eine witzig-charmante Geschichte, umgeben von herzigen Illustrationen begeistert und lässt Kinder in die idyllische Gegend eintauchen. Ein toller Lesespaß für die ganze Familie.

Details

Bewertung

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