Die kleine Weihnachtseule

von Annette Moser, Pia Eisenbarth (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 09. Oktober 2018

Die kleine Weihnachtseule

Die Weihnachtszeit bringt viel Vorfreude und Aufregung mit sich. Doch nicht jeder mag Aufregung. So mancher fühlt sich dadurch gestresst und würde lieber alles so lassen, wie es ist. Bis er erfährt, wie viel Spaß jene Vorfreude und Begeisterung machen können. Genau davon erzählt Anne Mosers und Pia Eisenbarths Bilderbuch „Die kleine Weihnachtseule“.

Es weihnachtet im Wald

Die Tiere des Waldes sind ganz aufgeregt. Das Weihnachtsfest steht vor der Tür und bald kommt der Weihnachtsengel, um den Wald festlich zu schmücken. Während sich alle Tiere schon sehr darauf freuen, ist die kleine Eule etwas mürrisch. Sie mag keine Aufregung und auch keine Veränderungen. Am liebsten wäre es ihr, alles bliebe beim Alten. Doch schon in der nächsten Nacht trifft sie den Weihnachtsengel im Wald, der sich den Flügel verletzt hat und nun nicht mehr fliegen kann. Wer soll jetzt nur den Wald schmücken? Widerwillig erklärt sich die kleine Eule dazu bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Tatsächlich macht ihr das Schmücken nach anfänglichen Schwierigkeiten richtig Spaß. Und als sie sieht, wie sehr sich die anderen Tiere am nächsten Morgen über den festlich geschmückten Wald freuen, hat sie ihre Meinung über das Weihnachtsfest und gelegentliche Veränderungen geändert.

Die kleine Weihnachtseule

Eine tierische Weihnachtsgeschichte

Unter Erwachsenen gibt es viele Weihnachtsmuffel, bei denen bestimmte Weihnachtslieder und bunten Dekorationen in Fenstern und Läden keine Stimmung aufkommen lassen. Unter Kindern sind solche Weihnachtsmuffel sehr selten zu finden. Dennoch gibt es durchaus Kinder, die Veränderungen ablehnen und durch die Fülle an Reizen, die das Weihnachtsfest mit sich bringt, überfordert sind. In gewisser Weise geht es der kleinen Eule aus der Geschichte nicht viel anders. Sie ist einerseits neugierig, was sie beim Weihnachtsfest erwartet, andererseits kann sie sich einen geschmückten Wald nicht vorstellen. Sie findet den Wald schön, so wie er ist, und wenn es nach ihr ginge, könne er auch so bleiben. Doch sie soll ihre Meinung ändern, als sie durch Zufall einem kleinen Weihnachtsengel helfen muss. So erfährt die kleine Eule, was Weihnachten wirklich bedeutet. Es ist nicht nur ein Fest, bei dem Familien und Freunde zusammen kommen. Es ist ein Fest der Freude, bei dem man sich über die kleinen Gesten freut, bei dem es um Zusammenhalt und die Liebe zueinander geht. Weihnachten ist nicht das Schmücken von Bäumen, sondern es sind die Gesten, die man bringt, die Freude, die man anderen bereitet. Es ist das Leuchten in den Augen der Beschenkten. Die kleine Eule lernt all das kennen und versteht, was ihr wird klar, worin der Zauber dieses Festes liegt. Diese Botschaft trägt Annette Moser in ihrem Bilderbuch an das junge Publikum weiter. Sie erzählt eine charmante Weihnachtsgeschichte aus dem Reich der Tiere, die ebenso stimmungsvoll von Pia Eisenbarth illustriert wurde.

Die kleine Weihnachtseule

„Die kleine Weihnachtseule“ ist eine liebevoll erzählte Weihnachtsgeschichte, in der eine kleine Eule lernt, wie schön es sein kann, Freunden zu dieser Jahreszeit eine Überraschung zu bereiten. Charmant und stimmungsvoll erzählt, lässt sie Kinder gespannt zuhören und verkürzt so die Wartezeit auf das Christind.

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