Hör doch mal! Welche Töne macht dein Körper?

von Meike Haberstock
Rezension von Janett Cernohuby | 31. Juli 2015

Hör doch mal! Welche Töne macht dein Körper?

Unser Körper ist spannend und faszinierend, besonders für Kinder. Nicht nur äußerlich, sondern auch seine Geräusche begeistern sie. So finden sie es beispielsweise sehr lustig, ihr Ohr auf den Bauch der Eltern legen und dem Gluckern darin zu lauschen. Doch warum ist das so? Warum muss man Niesen? Wie hört es sich an, wenn man schmatzt und woher kommt der Schluckauf? "Hör doch mal! Welche Töne macht dein Körper?" nimmt die Kleinsten mit auf eine lustige, geräuschvolle Entdeckungsreise.

Der Duft der Blumen kitzelt in der Nase und lässt diese bald schon laut Niesen.
Das Hicksen des Schluckaufs zeigt, dass man zu schnell getrunken oder gegessen hat.
Nach dem Turnen klopft unser Herz viel schneller, als wenn wir ruhig im Bett liegen.
Die viele Luft aus dem Bauch kommt als lauter Pupser heraus.
Und das Schmatzen, das beim Essen mit offenem Mund ertönt, erfreut Mamas gar nicht.
Doch alle diese Geräusche klingen lustig und man kann sie gar nicht oft genug hören.

Halt, Stopp! Jetzt ist natürlich nicht gemeint, dass man sofort selbst die Geräusche macht. Das gehört sich bei einigen freilich nicht und andere klappen nicht auf Befehl. Doch man darf immer und immer wieder auf die Knöpfe im vorliegenden Buch drücken und so die lustigen Töne des Körpers immer wieder ertönen lassen.
Denn das ist zweifellos das Highlight des Pappbilderbuchs "Hör doch mal! Welche Töne macht dein Körper?". Autorin Meike Haberstock nimmt junge Bücherfreunde bei der Hand und stellt ihnen unseren Körper mal aus einer anderen Sicht vor - und zwar aus der akustischen Perspektive. Dafür hat sie sich fünf Töne ausgesucht, die bei Kindern immer gut ankommen: Niesen, Schmatzen, Hicksen, Herzklopfen und natürlich Pupsen. Jede Doppelseite im Buch beschäftigt sich mit einem dieser Geräusche, erklärt in kurzen und kindgerechten Sätzen, wie sie entstehen und wann sie zu hören sind. Auf der rechten Buchseite ist immer ein Kind abgebildet. Hierbei zeigt ein Pfeil auf einen bestimmten Körperteil. Dieser zeigt an, dass man hier auf Nase, Bauch, Mund oder andere Körperteile drücken soll, um das lustige Geräusch ertönen zu lassen. Das ist anfangs für Kleinkinder nicht so einfach. Sie müssen zum einen die richtige Stelle erwischen, die zwar durch den Pfeil zu erahnen, aber nicht weiter hervorgehoben ist. Das führt natürlich zu anfänglichem Frust, wenn der Fingerdruck nicht sofort sitzt. Doch mit der Zeit haben sie den Bogen heraus und wissen, wo man drücken muss. Spätestens jetzt sind sie in ihrer Begeisterung nicht mehr zu bremsen.
Dieses Körperbuch will nicht nur das Bewusstsein der Kinder für den eigenen Körper schärfen, sondern bietet darüber hinaus auch naturgetreue Geräusche. Freche Illustrationen spiegeln den Spaß wider und machen aus einem langweiligen Sachthema ein lustiges und vor allem unterhaltsames.

Zusammengefasst ist "Hör doch mal! Welche Töne macht dein Körper?" ein witziges, freches Soundbuch, das Kleinkindern ab zwei Jahren ihren Körper einmal anders vorstellt. Die Idee dahinter ist originell und frech und genauso präsentiert sich da Buch seinem jungen Publikum. Es unterhält, sorgt für Lachen und Spaß - und hält für Eltern natürlich auch einen Ausschaltknopf bereit. Eine witzige Idee, über die sich Kleinkinder auf jeden Fall freuen.

Details

Bewertung

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  • Sound:

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