Theo liebt es bunt

Antolin Quiz
von Samuel Langley-Swain, Ryan Sonderegger (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 02. Dezember 2020

Theo liebt es bunt

Es gibt viele Werte, die wir unseren Kindern mit auf den Weg geben. Dazu gehören auch Akzeptanz, Diversität und die Einladung zur Vielfalt. Denn jeder soll sich treu bleiben dürfen und so sein, wie er es möchte. Der walisische Schriftsteller Samuel Langley-Swain greift diese Themen in seinen Büchern immer wieder auf. Eines davon ist „Theo liebt es bunt“.

Bunt, bunt, bunt sind alle seine Kleider

Die Wiesel im Weidenwald führen ein unauffälliges Leben. Jeder sieht sich ähnlich, alle passen sich an und vor allem alle tragen das gleiche Fell. Bis auf Theo. Der hält nämlich gar nichts davon, in der grauen Masse mitzuschwimmen. Viel lieber mag er es bunt und auffällig. Dementsprechend ist auch seine Kleindung bunt und extravagant. Doch das missfällt den anderen Wieseln. Sie werden immer wütender und eines Tages zwingen sie Theo, seine bunte Kleidung wegzulassen. Das wiederum stimmt Theo traurig und er zieht sich immer mehr zurück. Irgendwann reichte es ihm und er verlässt mit einer bunt gekleideten Truppe Hermeline seine hinterwäldlerische Heimat. Endlich geht es wieder geordnet im Weidenwald zu. Endlich hält sich wieder jeder an die althergebrachten Regeln. Und dennoch merken die Wiesel bald, dass ihnen etwas fehlt. Oder vielleicht jemand?

Theo liebt es bunt

Plädoyer für mehr Toleranz und Vielfalt

Samuel Langley-Swain erzählt in seinem Bilderbuch mehr als nur eine Geschichte über ein Wiesel, das sich auffallend bunt anzieht. Er erzählt von alten Rollen und Klischees. Er motiviert, diese aufzubrechen und neue Wege zu gehen. Die Themen Diversität und Vielfalt stehen ganz im Mittelpunkt. Das Wiesel Wesley wird zum Stellvertreter für all jene, die nicht mit der breiten Masse mitschwimmen wollen. Die anders sein wollen, bunter, auffälliger. Er steht für all jene, die sich selbst treu sein und ihrem Herzen folgen wollen. Ist das schlimm? Ist das unnormal, wenn man so sein möchte, wie man es sich wünscht? Warum ist man nur dann perfekt, wenn man sich an die Vorgaben der anderen anpasst? Und vor allem, sind diese denn normal?
Samuel Langley-Swain bringt in diese Geschichte ganz viel Diskussionsstoff hinein. Es ist ein Bilderbuch, das man nicht einfach nur vorliest, sondern das man auf sich wirken lässt. Über dessen Handlungsverlauf man spricht, diskutiert und das zum Nachdenken, ja Umdenken anregt. Denn jeder hat ein Recht darauf so zu sein, wie er es möchte.
Begleitet wird die Geschichte von Ryan Sondereggers Illustrationen. Wunderbar hat er die grau-braune Stimmung des Weidenwalds mit seinen Bewohnern eingefangen. Da sticht Wesley tatsächlich hervor wie ein bunter Hund. Er bringt die Farben in die sonst einheitliche braune Kulisse. Er bringt die Abwechslung, die mit Wesleys Weggang später fehlt. So unterstützen seine Bilder die Handlung sehr gut und betonen, was uns der Autor vor Augen führen möchte.

Theo liebt es bunt

„Theo liebt es bunt“ ist ein tolles Bilderbuch über Anderssein, Vielfalt und Akzeptanz. Mit einfachen und klaren Worten erzählt Samuel Langley-Swain die Geschichte eines Wiesels, das nicht mit der grauen Masse mitschwimmen will, sondern sich durch Farbe und bunte Ideen abheben möchte. So wird Kindern eine altersgerechte Geschichte geliefert, die zu vielen Gesprächen anregt.

Details

Bewertung

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