Rocky, der Bankraub und ich

Antolin Quiz

Oder: Wie mich ein stinkender Turnschuh reich machte (fast!)
von Fritz Fassbinder, Sonja Kurzbach (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 05. März 2020

Rocky, der Bankraub und ich

Tiere bereichern unser Leben auf vielfältige Weise. Sie sind nicht nur Nutztiere, sie sind auch Freunde, Wegbegleiter und Trostspender. Polizeihund Rocky war obendrein lange Zeit dafür zuständig, für Recht und Ordnung zu sorgen. Leider hat ihn eine verpatzte Spürhundprüfung in den Ruhestand versetzt. Doch nun soll er eine zweite Chance und eine Nachprüfung bekommen. Aber davor wartet noch ein besonderer Fall auf ihn und seinen kleinen Chef Felix.

Pistolen, stinkende Turnschuhe und Bankräuber

Felix ist total aufgeregt, denn er darf Polizeihund Rocky übers Wochenende mit zu sich nach Hause nehmen und auf ihn aufpassen. Das Wochenende verläuft prima, doch als Felix den Hund am Montag vor der Schule zu seinem Besitzer zurückbringen will, kommt alles anders. Rocky findet in einem Gebüsch eine versteckte Pistole. Sofort hat Felix ein ungutes Gefühl, denn die Pistole kann nur dem Bankräuber gehören, der seit einiger Zeit in der Gegend sein Unwesen treibt.. Doch anstatt sich sofort an die Polizei zu wenden, ignoriert Felix zuerst die Waffe, bekommt dann ein schlechtes Gewissen und versucht alles wieder in Ordnung zu bringen. Dafür muss er in der Schule einbrechen, einen stinkenden Turnschuh klauen und dann einer wirren Spur folgen. Dabei erweist sich nicht nur Polizeihund Rocky als große Hilfe, sondern auch seine Klassenkameraden Alex, Kevin und Evi…

Rocky, der Bankraub und ich

Superspürnase Rocky ist wieder unterwegs

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. In erster Linie natürlich aus Felix‘ Sicht, der sowohl das Wochenende mit Spürhund, als auch die darauf folgenden turbulenten Ereignisse schildert, zwischendurch kommt immer mal wieder Polizeihund Rocky zu Wort. Damit bekommen wir einen wunderbaren Einblick in die Gedankenwelt eines Hundes, der vor allem das seltsame Verhalten von Felix nicht versteht. Da Rocky ein Polizeihund ist, ist er von seinem Herrchen gewohnt, klare Befehle zu erhalten, aber auch bestimmte Reaktionen auf sein Verhalten auszulösen. Das klappt natürlich bei Felix nicht, was Rocky oftmals zum Verzweifeln bringt. Felix dagegen versteht manchmal das komische Verhalten seines Pflegehundes nicht und ist sich auch nicht immer bewusst, mit welchem feinen Gespür dieser auf seine Umwelt und bestimmte Ereignisse reagiert. In Kombination ergibt das eine wunderbare, komische und vor allem turbulente Geschichte. Der Junge schlittert erneut in einen Kriminalfall hinein, obwohl er sich nach den Ereignissen aus gar nicht allzu langer Vergangenheit vorgenommen hat, nicht wieder auf Verbrecherjagd zu gehen. Doch so ein Polizeihund sieht das nun mal anders und bevor sich Felix versieht, steckt er wieder mittendrin in den Ermittlungen.

Rocky, der Bankraub und ich

Unterhaltsam und spannend erzählt Fritz Fassbinder von dem ungewöhnlichen Ermittlerduo. Schnell taucht man in die Handlung ein, der auch Quereinsteiger problemlos folgen können. Denn die vorausgegangenen Ereignisse werden zu Beginn kurz überrissen, so dass man sich schnell in diesem zweiten Band zurechtfindet. Der Spannungsbogen wird gleichmäßig aufgebaut und man bleibt bis zum Schluss voller Neugierde dabei. Immer wieder gibt es Momente, die zum Schmunzeln anregen, aber auch Abschnitte, bei denen man vor Spannung die Luft anhält. Am Ende geht natürlich alles gut aus - und das in jeglicher Hinsicht.

„Rocky, der Bankraub und ich“ ist der zweite Band über den Polizeihund Rocky und seinen kleinen Chef Felix Erneut schlittert das ungewöhnliche Ermittlerduo eher unfreiwillig in einen Kriminalfall und auch nur, weil Spürhund Rocky überall seine Nase hineinstecken muss. Mit Spannung von Beginn an und so manch komischer Situation, unterhält das Buch junge Leser/-innen von der ersten bis zur letzten Seite.

Details

Bewertung

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