one space kids - Entdecke den Weltraum

von Markus Eisl, Judith Grubinger-Preiner (Redaktion)
Rezension von Stefan Cernohuby | 15. Januar 2016

one space kids - Entdecke den Weltraum

Der Weltraum. Eine große Unbekannte, vor allem für Kinder. Dennoch ist die Faszination stets groß wenn es um Raketen, Raumschiffe, fremde Planeten und Außerirdische geht. Nachdem eoVision Media schon mit „one earth kids“ eine beeindruckende Kombination aus Weltkarte und Spielmöglichkeit veröffentlicht hat, geht es mit „one space kids“ nun ins Weltall. Wir waren sehr gespannt darauf, welche Möglichkeiten sich den jungen und neugierigen Forschern dort bieten würden.

Wie schon auch sein Vorgänger bietet „one space kids“ eine ausklappbare, übergroße Magnetfläche, die beidseitig Motive enthält. Auf einer Seite der fast 1,5 Meter langen und fast 60 cm hohen Fläche finden sich unser Sonnensystem mit all seinen Planeten, einigen Monden und mehreren kosmischen Phänomenen im Hintergrund. Auf der andern befinden sich Erde, Mond und Mondoberfläche. Damit geht aber der Spaß erst los. Da sind natürlich die 80 Magneten, die von astronomischen Phänomenen über Monde, Kleinplaneten und Kometen bis zu Raumfahrzeugen alle möglichen interessanten Objekte abbilden. Aber das über 60 Seiten dicke Begleitheft erklärt nicht nur die Darstellungen auf den Magneten, es beginnt bei den Grundlagen des Sonnensystems, erklärt Geschichte und Funktionalität von Raumfahrt und scheut sich auch nicht, Teleskope und Satelliten näher zu erläutern. Zu guter Letzt gibt es für die Kinder, die natürlich einfach Magneten auf der Fläche platzieren könnten, noch einige Spiele mit unterschiedlichem Schwierigkeitsfaktor. Da sind einfache Aufgaben wie die Simulation eines Raketenstarts mit den entsprechenden Plättchen, die es erlauben, unterschiedliche Stufen der Rakete abzuwerfen. Auch Mondlandefähre und Raumkapsel können abgekoppelt werden. Andere Spiele haben den Hintergrund der Erforschung des Sonnensystems, den Aufbau von Satellitennetzen und letztendlich die Erforschung des tiefen Weltraums...

Thematisch hat sich der Verlag „one space kids“ deutlich mehr zugemutet als beim Vorgänger. Denn das Wissen, dass in diesem Erzeugnis vermittelt wird, ist spezieller und für Kinder auch schwieriger zu erfassen. Fakt ist, dass die große Fläche, auf der man die Magneten platzieren kann ein wahrer Blickfang ist. Die Darstellung der Sonne, der Erde und der anderen Planeten begeistert Eltern wie Kinder gleichermaßen – auch wenn es natürlich nicht in jedem Fall möglich ist, Entfernungen und Größenverhältnisse maßstabsgetreu darzustellen. Überraschenderweise konnte die Möglichkeit den Weltraum zu erobern und das Universum zu erforschen unsere kindlichen Tester nicht genauso fesseln wie „one earth kids“. Möglicherweise liegt das daran, dass zu vielen abgebildeten Objekten kein direkter Bezug hergestellt werden kann. Bei vielen technischen Konstrukten muss erst nachgefragt werden, worum es sich eigentlich handelt und der Unterschied zwischen den einzelnen Raketen und Satelliten ist für Kinder vermutlich nicht immer sofort erkennbar. Die Rakete aus unterschiedlichen Einzelteilen und der ehemalige Planet Pluto waren jedoch Objekte länger währender Spiele. In Rahmen unserer Testrunde wurden innere und äußere Planeten links liegen gelassen, unsere Astronauten landeten auf Pluto.
Die Verarbeitung der beschichteten Seiten lässt auch diesmal keinen Grund zur Kritik, die Abbildungen sind toll und die Magneten zahlreich. Für Kinder, die sich bereits vorher für das Weltall begeistern konnten ist „one space kids“ daher eine klare Empfehlung auszusprechen.

„one space kids“ aus dem Hause Eovision ist das zweite übergroße Magnetspiel mit dem gewissen Extra. Denn sowohl die Qualität der Aufmachung als auch die zusätzlichen Informationen und die enthaltenen Spiele übertreffen alles, was es bisher in dieser Richtung gegeben hat. Wer Kinder im Alter von sieben bis zwölf hat, die bereits Feuer und Flamme für das Weltall sind, sollte sich dieses Produkt in jedem Fall näher ansehen.

Details

Bewertung

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