Rory Shy - Der schüchterne Detektiv

Der Fall der roten Libelle

Antolin Quiz
von Oliver Schlick
Rezension von Emilia Engel | 21. September 2021

Der Fall der roten Libelle

Rory Shy - der schüchterne Detektiv - ist DER berühmte Detektiv. Doch wie sein Name schon vermuten lässt, fällt es ihm recht schwer, Ermittlungen durchzuführen sobald es um die Kommunikation mit anderen Menschen geht. Zum Glück hat der schüchterne Detektiv schon im ersten Band, seine fabelhafte, stets plappernde Assistentin gefunden. Auch in diesem neuen Teil steht Mathilda Bond ihrem Idol treu zur Seite. Dieser Fall liegt dem zwölfjährigen Mädchen jedoch besonders am Herzen. Wird das außergewöhnliche Ermittlerduo auch diesmal Erfolg haben?

“Mörderische Ehefrauen” ist Mathildas absolute Lieblingsserie. Gemeinsam mit Frau Zeigler, die auf die aufgeweckte Zwölfjährige Acht gibt während deren Eltern im Ausland arbeiten, sitzt Mathilda immer gebannt vor dem Fernseher, um zu verfolgen wie die Schauspieler wahre Kriminalfälle nachspielen. Am Liebsten hat sie die Folgen, in der ihre Lieblingsschauspielerin Marnie die mörderische Ehefrau spielt.
Doch oh Schreck, Marnie wird verdächtigt ihren Ehemann niedergeschlagen und das neu erworbene Kunstwerk “Die rote Libelle” ihres Mannes gestohlen zu haben. Was für ein glücklicher Zufall es doch ist, dass ausgerechnet Rory Shy damit beauftragt wird, Marnies Unschuld zu beweisen. Als persönliche und einzige Assistentin ist es für Mathilda ein wichtiges Anliegen diesen Fall aufzuklären, stets an ihrer Seite ihr etwas feiger Hund Dr. Herkenrath. Doch leider stellt sich heraus, dass dieser Fall äußerst knifflig ist. Denn wie merkt man, ob ein guter Schauspieler die Wahrheit sagt oder lügt? Und was hat es mit diesem Gemälde eines bekannten Künstlers auf sich?
Leider funktionieren Rorys geheime Fähigkeiten nicht so gut wie es die Nachwuchsdetektivin gerne hätte. Und dass dieser unsympathische, unkompetent Kommissar Valko in dieser Sache ermittelt, macht die ganze Sache nicht besser.

Auch im zweiten Teil der Reihe um den schüchternen Detektiv überzeugen die Protagonisten. Mathilda ist ein quirliges und schlaues Mädchen, das kein Blatt vor den Mund nimmt. Wäre sie das nicht, könnte sie auch nicht so gut ihr Doppelleben vor Frau Zeigler und ihren Eltern geheim halten. Äußerst amüsant ist es der Geschichte aus Mathildas Sicht zu folgen und für einige Schmunzler ist gesorgt. Vor allem wenn sie die schüchternen Verliebten - Rory und Charlotte aus dem ersten Fall - beobachtet und ihre Schlüsse zieht, könnte man meinen, Mathilda wäre die Erwachsene.
Der Fall ist zum Glück nicht so einfach, dass der geneigte Leser sofort erraten könnte, wie er enden wird. Das hält sie Spannung hoch und sorgt stets dafür, dass man am Ball bleibt.
Kuriose Gestalten treiben sich auch in diesem Band Zuhauf herum, die den besonderen Charm dieser Buchreihe ausmachen. 0815 gibt es hier eigentlich nicht.
Der schüchterne Detektiv ist auch in diesem Band weiterhin schüchtern, doch ein klein wenig scheint er aus sich herauszugehen. In diesem Fall muss er sich zu so einigem überwinden, das seiner Natur widerspricht.  Zum Glück hat er Mathilda auf seiner Seite, die ihn tatkräftig unterstützt. Jedenfalls bleibt Rory auch in diesem Band ein sympathischer Charakter, der für reichlich Unterhaltung sorgt.
Viele liebevolle Details machen die Geschichte zu einer rundum feinen Sache, die sich leicht lesen lässt und für unterhaltsame Lesestunden sorgt.

Mit “Der Fall der roten Libelle” hat Oliver Schlick eine wunderbare Fortsetzung geschrieben. Mit der fabelhaften Mathilda Bond lässt es sich außerordentlich gut ermitteln. Mit Humor und Scharfsinn gehen die Zwölfjährige und der schüchterne Detektiv dabei vor. Wir können dieses Buch und diese Reihe den jungen Leser*innen wärmstens empfehlen. 

Details

Bewertung

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  • Humor:

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