TING

TING, der Hörstift

von Tessloff
Rezension von Janett Cernohuby | 10. Juni 2014

TING, der Hörstift

Kugelschreiber haben in Film und Fernsehen oftmals eine gewichtige Rolle. Mit ihnen wird nicht nur geschrieben und unterzeichnet, nein, mit ihnen wird wesentlich mehr gemacht. Die Men in Black löschen mit einem blitzenden Stift das Kurzzeitgedächtnis, MacGyver bastelt aus ihm eine Bombe und selbst James Bond kann durch mehrmaliges Klicken seinen Kugelschreiber explodieren lassen. Sogar wenn ein Kinderbuchverlag einen speziellen Stift auf den Markt bringt, geht es spannend - wenngleich weniger explosiv - zu. TING ist der Name des Hörstifts, den uns der Tessloff Verlag zur Verfügung gestellt hat.

Das Wort "Ting" kommt aus dem Chinesischen und bedeutet schlicht und einfach "hören". Genau darum geht es auch bei dem Hörstift TING. Mit ihm können Bücher sprechen, lassen Bilder Worte oder Geräusche erklingen. Dies ermöglicht eine besondere Technologie, die eigens für das Produkt entwickelt wurde. So wird der TING zu einer Kombination aus Lesegerät und MP3-Player. Wie das genau funktioniert?
An der Spitze des Stifts befindet sich ein kleiner Sensor. Bewegt man diesen über ein Bild, einen Text oder eine andere Stelle in den speziell dafür ausgelegten Büchern, wird ein sich darunter befindlicher Code ausgelesen. Hinter dem Code verbregen sich Texte, Dialoge oder auch Geräusche, welche der TING beim Antippen erkennt und abspielt.
Die Bedienung des Hörstifts ist denkbar einfach. Er besitzt drei Knöpfe auf seiner Oberseite: einen Ein-/Ausschalter sowie zwei Knöpfe für die Lautstärkenregelung. Am oberen Teil ist der Lautsprecher, über den man die Audiodateien hören kann. Seitlich sind zwei Schnittstellen angebracht: ein Kopfhörer-Anschluss und ein Mini-USB-Anschluss.
Nach dem Einschalten berührt man mit dem Stift das Aktivierungssymbol im jeweiligen Buch. Nun ertönt entweder ein bestätigendes "ting" oder man wird dazu aufgefordert, den Stift zum Herunterladen der Audiodatei an den PC anzuschließen. Ist die Datei bereits auf dem Stift gespeichert, kann man sofort beginnen, sich Texte vorlesen zu lassen, Sprachen zu erlernen oder mit dem TING-Globus die Welt zu entdecken.
Das Herunterladen der Dateien ist ebenfalls einfach. Nach dem erstmaligen Anschließen des TING an den PC installiert sich das dazugehörige Programm auf dem Rechner. Möchte man einen Titel installieren, geschieht dies ebenfalls einfach. Man tippt auf das Aktivierungssymbol des neuen Produkts und verbindet nach Aufforderung den TING mit dem PC. Die Audiodateien werden nun automatisch heruntergeladen und man kann den Status im sich geöffneten Fenster mitverfolgen. Ist der Download abgeschlossen, ist der TING mit der neuen Audiodatei sofort einsatzbereit. Übrigens wird diese Audiodatei nur auf dem Hörstift gespeichert und nicht auf dem Rechner selbst.
Der TINGsmart, der seit Januar 2013 auf dem Markt ist und den TINGclassic ersetzt, verfügt über einen internen Speicher von 1,8 GB. Damit lassen sich ungefähr 10 bis 15 Titel auf dem Hörstift speichern. Ist der Speicher erschöpft, kann man die Titel ganz einfach löschen. Keine Sorge, man kann sie sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder kostenlos auf den Stift laden.
Die Stromversorgung erfolgt beim TING mittels eingebautem Akku. Das bietet den großen Vorteil, keinen Müll durch leere Batterien zu verursachen. Gleichzeitig hat man auch nie das Problem, seinen Kindern erklären zu müssen, keine geladenen Batterien mehr im Haushalt (oder schlimmer noch auf Reisen) zu haben. Das Aufladen des Akkus erfolgt über USB-Kabel mit einem PC oder Laptop. Alternativ kann man natürlich auch ein zusätzliches Ladegerät kaufen und dieses an das USB-Kabel anschließen.

Der TING Hörstift ist eine innovative und moderne Erfindung. Er verleiht Büchern Stimme und Klang, macht sie zu einem interaktiven Erlebnis und gibt Kindern die Möglichkeit, auf spielerische und - in ihren Augen - spannende Weise Wissen zu sammeln und zu erlernen.
Mit dem TING können Kinder ihre Bilderbücher - vor allem Sachbücher - noch intensiver erleben, entdecken und daraus lernen. Oft lohnt es sich, Bilder mehrmals anzutippen, da sich hinter ihnen unterschiedliche Geräusche und Texte verbergen. Doch der TING ist natürlich nicht als Elternersatz gedacht, der von nun an die Rolle des Vorlesers übernimmt. Viel eher ist er eine Ergänzung, denn auch wir Erwachsene haben an der Verwendung des Stifts durchaus Freude.
Sehr hilfreich und nützlich ist die Verwendung des Stifts zum erlernen einer Sprache. Denn TING spricht die jeweilige Sprache perfekt. Einfach ein Wort antippen und es wird mit der korrekten Aussprache und Betonung vorgelesen. So erlernt man (Fremd)Sprachen nicht nur kinderleicht, es macht vor allem auch den Jüngsten viel Spaß.
Ebenso lässt sich auch die Welt mit TING erkunden. Es gibt mittlerweile Globen und Landkarten, die vertingt wurden. Sie enthalten Fakten zu Städten, Ländern, Meeren und vieles mehr.
Wie bereits zuvor erwähnt, ist der Hörstift einfach zu bedienen. Hat man ihn angestellt und das jeweilige Buch aktiviert, kann man sich den Haupttext vorlesen lassen oder die Audioelemente entdecken, die hinter den Bildern verborgen sind. Auch Klappen, die beispielsweise in den "WAS IST WAS"-Bänden zu finden sind, wurden unterschiedlich vertingt. Auf der Außen- wie auch Innenseite der Klappen wurden entsprechende Audioinhalte hinterlegt. Das gibt jungen Entdeckern zusätzlichen Anreiz, hinter die Dinge zu schauen.
Ebenfalls sehr schön ist die geradlinige Führung durch die Bücher. So gibt es nur einen "Modus", in dem man das Buch mit dem TING erkunden kann. Ein Alternativprodukt bietet dagegen zwar vier verschiedene Modi, die somit einerseits mehr Unterhaltung beinhalten, andererseits ist genau das oftmals schon zu viel des Guten. Kinder können gar nicht alles aufnehmen und sind oftmals sichtlich überfordert. Bei TING geschieht das nicht, da es nur diesen einen Modus gibt, der zudem auch ausreichend viele Informationen beinhaltet.
Neben einer überschaubaren Fülle an Sachwissen bietet dieses Konzept aber noch einen weiteren Vorteil: Bis auf den Aufdruck "TING" auf dem Einband und das erwähnte Aktivierungssymbol deutet nichts darauf hin, dass das vorliegende Buch vertingt wurde. Man kann selbiges also auch ohne den Stift sehr gut verwenden.
Und noch etwas spricht für den TING Hörstift: Er ist verlagsübergreifend. Neben Tessloff bieten auch weitere Verlage TING-Produkte an - sowohl Bücher, als auch Globen und Spiele. Dazu gehören Coppenrath, Cornelsen, Kosmos, Thienemann, Duden...um einige zu nennen.

Der TING Hörstift eröffnet seinen (zukünftigen) Besitzern nicht nur eine völlig neue Art, Bücher zu erleben, sondern ist zudem auch eine Hilfe beim Aneignen von Sachwissen und Erlernen von Sprachen. Bereits für Kinder ab vier Jahren gibt es zahlreiche Produkte. Da TING verlagsübergreifend ist, wächst diese Zahl stetig. Wer nun mit dem Gedanken einer Anschaffung spielt, dem sei noch ein letzter Tipp gegeben. Den Stift einzeln zu kaufen macht nicht viel Sinn und ist darüber hinaus auch kostspielig. Mittlerweile gibt es zahlreiche unterschiedliche Startersets zu verschiedenen Themen, die eine preiswerte Kombination aus Buch (oder Globus) und Stift anbieten. Mit einem solchen Set eröffnet sich Kindern und Erwachsenen eine neue, spannende Welt, in der es viel zu entdecken und zu erkunden gibt.

Details

  • Autor/-in:
  • Serie:
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    01/2013
  • Umfang:
    1 Stift
  • Typ:
    Sonstiges
  • Altersempfehlung:
    4 Jahre
  • ASIN:
    B00BYTMWX4
  • GTIN:
    4260345410018
  • ISBN 13:
    4260345410018

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
    Keine Bewertung
  • Anspruch:
  • Spieltiefe:
  • Extras:
  • Sound:

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