Face the Raven

von Sarah Dollard
Rezension von Stefan Cernohuby | 07. März 2019

Face the Raven

Ein Abschied von einem geliebten Menschen kann allmählich oder plötzlich vonstattengehen. Wenn es plötzlich geht, sind oft Zorn und Wut Teil der Situation. Für alle Fans der Reihe „Doctor Who“, die gerade Englisch lernen müssen, gibt es mit „Face the Raven“ ein weiteres Übungsbuch für das Level 3 (A2+) zu einer Folge, in der es um eine ganze Menge an Wut geht.

Clara Oswald ist ziemlich überrascht, als Rigsy plötzlich in der TARDIS anruft. Der junge Vater ist am Morgen aufgewacht und hat eine Tätowierung in seinem Nacken gefunden, die sich verändert. Sie zeigt einen Countdown, der unbarmherzig abläuft. Obwohl der Doctor zuerst Desinteresse heuchelt, sieht er doch schnell ein, dass „Local Knowledge“ – wie er Rigsy nennt – etwas Schlimmes widerfahren ist. Die drei machen sich auf die Suche nach einer versteckten Straße, mitten in London. Also sie diese finden, wird alles komplizierter. Denn Rigsy wurde von der Bürgermeisterin der Straße, die sich als Asyl für Ausgestoßene herausstellt, des Mordes für schuldig erklärt. Und bei dieser handelt es sich um Ashildr, eine alte Bekannte des Doctors und Clara. Und diese befinden sich unter Zeitdruck. Sie haben unter einer Stunde um den wahren Mörder zu finden. Und in Stresssituationen neigt man unter Umständen zu Kurzschlussreaktionen…

Doctor Who: Face the raven

Wieder ist der Band für Leser der Stufe A2+ konzipiert und das funktioniert ziemlich gut. Problematisch ist hier weniger der Text als die Auswahl der Folge. Denn während beispielsweise „Mummy on the Orient Express“ eine Folge war, die man auch ohne große Vorkenntnisse verstanden hat, ist „Face the Raven“ ein großer Umbruch, bei dem zwei Charaktere auftreten, die bereits in früheren Folgen vorgekommen sind und deren Handlungen auf vieles Bezug nehmen, was vorher passiert ist – das zieht sich bis zum dramatischen Ende der Handlung. Ebenfalls ein wenig gewagt sind die Fragen am Ende des Buchs. Darüber zu diskutieren, wie ein neuer Doctor aussehen sollte (abgesehen davon, dass es den 13. Doctor mittlerweile schon gibt) und wie man den Doctor wohl per Brief davon überzeugen könnte, einen selbst als neuen Companion auszuwählen, sind wirklich schwierige Aufgaben. Man kann sehen, dass das Buch selbst gut ausgearbeitet ist, der Text für den Schwierigkeitsgrad ideal umgesetzt. Eigentlich ist also alles gut. Wenn man davon absieht, dass die ausgewählte Folge nicht wirklich für Quereinsteiger geeignet ist. Fans und Kenner, die gleichzeitig Englisch lernen wollen, kann man das Werk aber ans Herz legen.

Doctor Who: Face the raven

„Face the Raven“ ist nicht nur eine Folge der neunten Staffel der BBC-Reihe „Doctor Who“, die von Sarah Dollard geschrieben wurde, sondern auch der Name eines Buchs, um die englische Sprache besser zu erlernen. Das von Langenscheidt vertriebene Buch von Pearson Education Limited kann mit einem sehr gelungenen Konzept und guter Qualität aufwarten. Einzig und allein die Auswahl der entsprechenden Episode der Folge kann man ein wenig in Frage stellen.

Details

Bewertung

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