Inspektor Barney

Tatort Hühnerstall

von Doreen Cronin
Rezension von Janett Cernohuby | 28. März 2013

Tatort Hühnerstall

Der Hund ist nicht nur der beste Freund des Menschen, er hat auch eine sehr gute Spürnase. Daher wird er gerne bei der Polizei oder Rettungsdiensten eingesetzt. Doch was passiert eigentlich mit Spürnasen, die irgendwann ihre Dienstpflicht erfüllt haben? Ganz einfach: Sie werden Privatschnüffler, wie der in den Ruhestand getretene Rettungshund Barney in der neuen Hunde-Krimireihe "Inspektor Barney". Wir haben uns den Auftaktband der Serie genauer angesehen.

Eigentlich wollte Barney nach sieben treuen Dienstjahren als Rettungshund seinen wohlverdienten Ruhestand auf dem Land genießen. Dorthin ist er mit seiner Ausbilderin gezogen. Doch daraus wird wohl nichts, denn eines Morgens steht Henne Henrietta vor dem Hund. Zwei ihrer Küken sind verschwunden und sie hält einen Drohbrief in der Hand - äh, im Schnabel. Nach kurzem Bitten erklärt sich Barney dazu bereit, die entführten Küken sicher und wohlbehalten zu ihrer Mutter zurückzubringen. Schon bald hat er auch eine erste Spur. Sie führt ins Haus, wo der sechzehn Kilo schwere Dackel Kalle "die Krause" lebt. Sofort beginnt Barney mit seiner Rettungsaktion - doch schon bald muss er erfahren, dass es sich hierbei um eine heimtückische Falle handelt...

Mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus und Zynismus präsentiert sich der erste Band der Hundekrimi-Reihe seinen jungen Lesern. Ein in den Ruhestand getretener Rettungshund, der eigentlich als Belohnung seinen Lebensabend auf dem ruhigen Land verbringen wollte, schlittert ganz ungewollt in eine neue Rolle. Als Ermittler, Schnüffler quasi. Das erfährt der junge Leser aus erster Schnauze, denn Barney erzählt sein Abenteuer selbst. Ihn dabei als bissig zu bezeichnen, wäre nicht nur Doppeldeutig, sondern sogar fast untertrieben. Aus seiner Abneigung gegenüber seiner ersten Klientin macht er kein Hehl. Ebenso spitz sind seine Kommentare über den vermeintlichen Entführer, Kalle "die Krause". Dabei ist Barney allerdings dermaßen verblendet, dass er die Falle, die ihm gestellt wird, übersieht und natürlich prompt hineintappt.
Sein Gegenspieler ist ein dicker und Halskrause tragender Dackel, der unter einer chronischen Mittelohrentzündung leidet. Auch er kommt direkt zu Wort und erzählt seinen Part des Abenteuers ebenfalls selbst. Doch anders als Barney, tropft Kalles Sicht der Dinge förmlich vor Zynismus und Boshaftigkeit.
Das ganze kombiniert ergibt einen lustigen, unterhaltsamen und kurzweiligen Lesespaß. Inhaltlich können bereits Leser ab sechs Jahren den Abenteuern von Barney folgen, allerdings ist es aufgrund der Sprache eher für Leser ab acht Jahren geeignet.

Zusammengefasst ist "Inspektor Barney: Tatort Hühnerstall" ein kurzweiliger, geradliniger Hunde-Krimi für junge Leser. Die Autorin versteht es zu unterhalten und die Geschichte mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus und Zynismus zu würzen. Man darf gespannt sein, welche weiteren Abenteuer Barney noch erleben wird und wir warten gespannt auf den zweiten Band der Reihe.

Details

  • Autor/-in:
  • Band:
    1
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    02/2013
  • Umfang:
    144 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Altersempfehlung:
    8 Jahre
  • ISBN 13:
    9783505131912
  • Preis:
    9,99 €

Bewertung

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